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Impfung gegen Corona auch weiterhin wichtiger Schutz in der Pandemie

Datum: 12.01.2022

Im Zuge der drohenden fünften Infektionswelle, die durch Omikron voraussichtlich eine hohe Zahl an Corona-Fällen mit sich bringen wird, ist es wichtig, dass die Impfkampagne im Vogtlandkreis auch weiterhin voranschreitet.

Landrat Rolf Keil: „Jede Impfung zählt! Insofern tragen auch die vielen kleineren Impfaktionen in den Gemeinden zum weiteren Anstieg der Impfquote im Vogtlandkreis bei. Ich bin dankbar für das große Engagement der Initiatoren“.

Derzeit sind Impfungen, zum Teil auch ohne Termin an den drei festen Impfstandorten in Eich (ehem. Spektrum-Center), Plauen (Mehrzweckhalle im Behördenzentrum) und Markneukirchen (in der Musikhalle) möglich. Dies betrifft sowohl Erst-, Zweit- als auch Auffrischungsimpfungen. Ausführliche Informationen gibt es hier.

Die Besonderheit am Impfstandort in Eich: Seit Ende letzten Jahres können nach vorheriger Terminvergabe über das Online-Portal (www.sachsen.impfterminvergabe.de) auch Kinder ab 5 Jahren geimpft werden. Für die Termine, die immer samstags buchbar sind, steht eine Kinderärztin oder ein Kinderarzt zur Verfügung. Die Sächsische Impfkommission empfiehlt die Corona-Schutzimpfung Kindern mit Vorerkrankungen oder regelmäßigem Kontakt zu Risikopersonen. Darüber hinaus können aber auch alle anderen Kinder geimpft werden, wenn Einverständnis zwischen Eltern und Kinderarzt besteht.

Auffrischungsimpfungen schon nach drei Monaten möglich

Mit einer Impfquote von 73,7% (vollständig geimpft) nimmt der Vogtlandkreis im landesweiten Vergleich noch immer die Spitzenposition ein. Sachsenweit sind 61,2% vollständig geimpft, mehr als ein Drittel aller Sachsen (33,8%) sogar mit einer Auffrischungsimpfung „geboostert“. Besonders hoch ist der Anteil an Auffrischungsimpfungen in der Altersgruppe der über 60-Jährigen. Während hier mehr als die Hälfte (54,1%) der Menschen „geboostert“ ist, haben in der Altersgruppe der 18 bis 59-Jährigen lediglich 30,5% eine Auffrischung erhalten (Zahlen für den gesamten Freistaat Sachsen, Quelle: RKI, Stand 10.01.2022).

Der „Booster“ ist ein extrem wertvolles Werkzeug im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Die Auffrischungsimpfung sorgt dafür, dass der Schutz der Geimpften – unabhängig von Alter oder Vorerkrankungen – effektiv aufrechterhalten und die Weiterverbreitung des Virus deutlich gesenkt wird.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Auffrischungsimpfung für alle Personen ab 18 Jahren, deren zweite Impfung mindestens drei Monate zurückliegt. Die Empfehlung gilt auch für Schwangere ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel.

Für Genesene beziehungsweise Menschen, die sich vor, während oder nach einer Impfserie mit dem Coronavirus infizieren, gilt: Wer sich nach der COVID-19-Impfung infiziert, kann ab drei Monaten nach der Infektion eine Booster-Impfung erhalten. Wer sich vor der Erstimpfung infiziert und dann eine Impfstoffdosis erhalten hat, kann ab drei Monaten nach der vorangegangenen Impfung einen Booster bekommen.

Übrigens: Laut dem Bundesministerium für Gesundheit ist eine serologische Antikörpertestung vor einer Auffrischungsimpfung nicht notwendig und wird von der STIKO auch nicht grundsätzlich empfohlen. Zum einen ist der Wert, der eine dritte Impfstoffdosis unnötig machen würde, nicht bekannt und zum anderen bestehen bei einer dritten Impfstoffdosis keine Sicherheitsbedenken.

Mobiles Impfteam bei Bedarf unterwegs

Immobile Personen, die nicht selbst in der Lage sind, einen Impfstandort aufzusuchen, können durch das mobile Impfteam eine Immunisierung auch im häuslichen Umfeld in Anspruch nehmen. Hierfür kommen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Brückenteams Vogtlandkreis sowie des Impfteams am Impfstandort in Markneukirchen zum Einsatz. Die Organisation der Termine übernimmt das Pflegenetz Vogtlandkreis. Eine dafür geschaltete Hotline ist ab der kommenden Woche unter 0175 – 257 855 2 zu folgenden Zeiten aktiv:

Montag: 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr
Dienstag: 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr
Donnerstag: 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Geschaltet ist die Nummer erstmalig ab dem 17.01.2022.

Impfpflicht für Arbeitnehmer in Einrichtungen u.a. des Gesundheitswesens

Ab dem 15. März 2022 greift das Gesetz zur Stärkung der Impfprävention gegen COVID-19 und zur Änderung weiterer Vorschriften im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie.

Der Paragraph 20a „Immunitätsnachweis gegen COVID-19“ sieht vor, dass ab diesem Zeitpunkt Personen, die in Einrichtungen des Gesundheitswesen, Krankenhäuser, Vorsorge- und Pflegebereich, Arztpraxen, Rettungsdienste, Dialyseeinrichtungen…. tätig sind, einen Genesenennachweis oder Impfnachweis der jeweiligen Leitung der Einrichtung vorzulegen haben oder ein ärztliches Zeugnis darüber, dass sie auf Grund einer medizinischen Kontraindikation nicht gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft werden können.

Unter Berücksichtigung der Zeitfolge: Erstimpfung, Zweitimpfung und vierzehntägige Frist bis zum vollständigen Eintritt der Wirksamkeit des Impfstoffes, sollte eine Erstimpfung durch den betroffenen Personenkreis spätestens bis zum 08.02.22 erfolgen.