02.09.2020

Ausschuss für Gesundheit und Soziales befasst sich mit Arbeit des Weiterbildungsverbundes „Hausärzte für das Vogtland“ 

Der Ausschuss des Kreistages für Gesundheit und Soziales befasste sich auf seiner jüngsten Sitzung unter anderem mit einem Bericht zur Vorstellung  des Weiterbildungsverbundes (WBV) „Hausärzte für das Vogtland“ zur Nachwuchsgewinnung.

Die aktuelle Situation stellt sich so dar, dass im Vogtlandkreis derzeit 37 Stellen von niedergelassenen Hausärzten unbesetzt sind. Im Jahr 2015 waren es lediglich 19 Stellen, die nicht besetzt waren.  Damit hat sich die Lage der künftigen Versorgung  der Landkreisbevölkerung mit medizinischen Leistungen im Hausarztbereich weiter zugespitzt.  Dem entgegenzuwirken, ist der ländliche Raum zielstrebig attraktiv für junge Ärzte zu machen. Eine Antwort darauf ist die Gründung des Weiterbildungsverbundes „Hausärzte für das Vogtland“, stellt Beigeordneter Dr. Uwe Drechsel, der den Ausschuss leitete, die gegenwärtige Sachlage dar.

Der Weiterbildungsverbund, der sich 2016 mit Unterstützung der Landkreisverwaltung gründete, hat zum Ziel, die hausärztliche Versorgung  durch die Aus- und  Weiterbildung zukünftige Fachärzte für  Allgemeinmedizin zu erhalten. Dazu wurden seitens des WBV Kooperationsvereinbarungen mit 19 niedergelassenen Ärzten und den 5 Akut-Kliniken im Vogtlandkreis geschlossen.  Ziel der Vereinbarungen ist es, die Weiterzubildenden buchstäblich an die Hand zu nehmen und durch die geforderte Weiterbildungszeit und Weiterbildungsordnung zu führen, so dass die angehenden Allgemeinmediziner einen problemlosen Wechsel zwischen stationären und ambulanten Partnern  der Region erleben, so der Verbundkoordinator Dr. Udo Junker, vor den Ausschussmitgliedern. 

Gemeinsam mit der Leiterin der Koordinierungsstelle des Weiterbildungsverbundes im Landratsamt Vogtlandkreis, Katja Rentler, konnten beide interessante Kampagnen in der Öffentlichkeitsarbeit vorstellen, mit denen sie über die Kreisgrenzen hinaus um junge Ärzte für das Vogtland werben. Die Aktivitäten reichen von Treffen der Weiterzubildenden, über Auftritte an Universitäten und Hochschulen, die Beteiligung an überregionalen Programmen zur Gewinnung von Ärztenachwuchs bis hin zu einer Informationsveranstaltung für am Medizinstudium interessierte Gymnasiasten, um nur einige Beispiele zu nennen. 

Aktuell befinden sich über den Weiterbildungsverbund 7 junge Ärzte in Weiterbildung, im Oktober wird eine weitere Ärztin den ambulanten Teil Ihrer Weiterbildung beginnen.

Dr. Udo Junker und seine Koordinierungsstellenleiterin Katja Rentler appellierten an die Ausschussmitglieder, dass die gut begonnene Arbeit des Weiterbildungsverbundes auch im kommenden  Kreishaushalt und der Arbeit der Abgeordneten weiterhin einen festen Platz finden möge.