Der Vogtlandkreis erhält Auszeichnung für Projekte
der UN-Dekade Biologische Vielfalt

Landrat Rolf Keil nimmt zwei Auszeichnungen entgegen

Zwei Artenschutzprojekte des Vogtlandkreises wurden als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet.

Die vom Sächsischen Umweltminister Thomas Schmidt an Landrat Rolf Keil übergebene Auszeichnung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen.

Die Auszeichnung des Projektes „Artenschutzprojekte des Vogtlandkreises“ fand in Pabstleithen, direkt im „Grünen Band“ Europas, dem ehemaligen Grenzstreifen zwischen Ost und West, statt. Landrat Rolf Keil würdigte die Auszeichnung als einen wunderbaren Tag und erinnerte an jene Zeit, in der Minen und Grenzposten hier das Sagen hatten. Heute könne man der Natur im ehemaligen Grenzstreifen ein Zuhause bieten.

Mit dieser Auszeichnung wird das Engagement des Vogtlandkreises für zwei in Sachsen vom Aussterben bedrohte Tierarten gewürdigt. Seit beinahe zehn Jahren engagiert sich die Naturschutzbehörde des Vogtlandkreises in verstärktem Maße um den Schutz von Flussperlmuschel und Goldenem Scheckenfalter, so der Minister in seiner Rede.

Beide Arten haben ihre letzten sächsischen Vorkommen im Vogtlandkreis. Die Lebensräume des Scheckenfalters liegen beinahe zu 100 Prozent auf Eigentumsflächen des Landkreises, im Schutzgebietssystem „Grünes Band“.

Seit Mai 2015 ist der Vogtlandkreis Projektpartner in zwei vom Bundesumweltministerium geförderten Artenschutzprojekten mit mehreren Umsetzungs- und Forschungspartnern. Für die Flussperlmuschel betreibt der Vogtlandkreis seit 2011 die halbnatürliche Nachzucht dieser hochgradig gefährdeten Muschelart. Im Scheckenfalter-Projekt geht es in erster Linie um die Sicherung, Ausdehnung und Neuschaffung geeigneter Lebensräume mit Vorkommen der Raupenfraßpflanze Gewöhnlicher Teufelsabbiss.

Im Anschluss an die Auszeichnung besuchte man die Lebensräume beider Arten.

Der Sächsische Umweltminister Thomas Schmidt (l.) übergab an Landrat Rolf Keil die Auszeichnung biologische Vielfalt.
Foto: Karsten Kramer