13.09.2017

Sanierung wird ausschließlich aus
Deponierücklagen finanziert

Landrat gibt Startschuss zur Sanierung
der Deponie Zobes

Gestern gab Landrat Rolf Keil (r.) zusammen mit den beteiligten Unternehmen den offiziellen Startschuss zur Sanierung der Deponie Zobes und vollzog den ersten symbolischen Spatenstich. In den kommenden drei Jahren wird bis Oktober 2020 die größte Deponie des Landkreises saniert. Sie nimmt eine Fläche von zirka 11,5 Hektar ein. Die Sanierung kostet etwa 10,5 Millionen Euro und wird gänzlich aus Rücklagen der Deponiesanierung durch den Landkreis finanziert.    

Von 1976 bis Ende 2004 wurde die Deponie genutzt. In den 28 Jahren wurden dort  rund 3 Millionen Kubikmeter Siedlungs- und Gewerbeabfälle entsorgt.

Die durchzuführende Sanierung umfasst den Bau eines Oberflächenabdichtungssystems, einschließlich eines Oberflächenentwässerungs- und eines Deponiegaserfassungssystem.

Dazu werden rund 140.000 m³ Profilierungsmaterial benötigt. Der größte Teil ist bereits auf der Deponie gelagert, so dass die Belastung des Ortes Zobes durch Schwerlastverkehr eingeschränkt werden kann. Für die Trag- und Ausgleichschicht werden 58.000 m³ benötigt, weiterhin 115.000 m³ Rekultivierungsmaterial und jeweils 115.000 m² Geosynthetische Tondichtungsbahn, Kunststoffdichtungsbahn sowie geosynthetisches Dränsystem und zirka 17.300 m³ mineralisches Dichtungsmaterial für die Entwässserungsmulden, stellt Projektsteuer Klaus Knüpfer (2.v.r.) das Projekt näher vor.

Bereits seit 1996 wird an der Deponie gearbeitet, so Matthias Kreul (2.v.l.) von ÖkoPlan. Die Herstellung einer Stauhaltung und Versickerung im Anstrombereich des Forellenbaches, die Errichtung eines Bachlaufes zur Ableitung des Oberflächenwassers in den Forellenbach, die Profilierung und die Oberflächenabdichtung der Westböschung und des unteren Bereiches der Ostböschung wurden realisiert.

Geschäftsführer Peter Kober (l.) von der bauausführenden Firma Streicher Tief- und Ingenieurbau Jena GmbH & Co. KG mit einer Niederlassung in Oelsnitz, die bereits im Jahre 2014/2015 erfolgreich die Deponie Adorf sanierten, bedankte sich für das Vertrauen, erneut eine Deponiesanierung in dieser Größenordnung in Angriff nehmen zu dürfen.

Bürgermeisterin Carmen Künzel (Mitte), die quasi mit der Deponie groß geworden ist, freut sich nun, dass die Altlast in einen Zustand versetzt wird, mit dem man im Ort leben kann.