08.11.2017

Wohnungsbrand unter Echtheit
erleben und meistern

80 Kameradinnen und Kameraden vogtländischer
Feuerwehren absolvieren Heißausbildung

Eine Woche lang wurden 80 Kameradinnen und Kameraden aus 17 Freiwilligen Feuerwehren des Vogtlandkreises und der Berufsfeuerwehr Plauen in der so genannten Heißausbildung auf dem Gelände der Berufsfeuerwehr Plauen von Instruktoren der Werksfeuerwehr des Airport Halle / Leipzig geschult. Dabei wurde in einem Container (Foto rechts unten) ein Wohnungsbrand in Echtheit simuliert.

Diese Art Ausbildung, so Kreisbrandmeister Gerd Pürzel (Foto oben rechts, rechts) , ist ein wichtiger Bestandteil für die Atemschutzgeräteträger der vogtländischen Feuerwehren, welche die Befähigung zum Atemschutzgeräteträger erst absolviert haben.  Ziel ist es, die Dienstanfänger mit erfolgreich absolvierter Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger auf künftige Realeinsätze vorzubereiten und gezielt auf Gefahrensituationen im Brandraum zu sensibilisieren.

Zum rund vierstündigen Lehrgang gehört ein theoretischer Teil über das richtige Verhalten und die Umgangsweise mit der Ausrüstung.  Der weitaus größere Teil der Ausbildung befasste sich mit praktischen  Übungen, wie beispielsweise dem Erkennen von Rauch- und Temperaturschichten bei einem bereits stark ausgebrochenem Feuer, der Flammen- und Rauchausbreitung, der Entrauchung und dem Erleben einer Rauchgasdurchzündung.  Im Brandcontainer, in dem Holz verbrannt wurde und Temperaturen von bis zu 350 Grad Celsius herrschten, mussten die Kameradinnen und Kameraden unter der bereits großen Belastung, Gefahren erkennen und Risikoeinschätzungen vornehmen.

Landkreis-Beigeordneter Dr. Uwe Drechsel (Foto oben rechts, Mitte), der die Kameradinnen und Kameraden beim Lehrgang besuchte und sich zum Stand der Ausbildung informierte, betonte, dass eine gute, fundierte Ausbildung und stetige Weiterbildung Grundlage für effektive und sichere Einsätze sind.

Unterstützt wird die Heißausbildung von der Sparkasse Vogtland und den Firmen Glitzner Entsorgung, Mahle und Bad Brambacher.