07.09.2020

Nächster Schritt für Gemeinschaftsprojekt »Mobiler Präventionsbus« - Innenausbau gestartet

Nachdem der Vogtlandkreis gemeinsam mit der Diakonischen Beratungszentrum Vogtland gGmbH, der „Stiftung Zukunft“ der Sparkasse Vogtland und dem Bus Modification Center MAN in Plauen bereits im vergangenen Jahr das Projekt „Mobiler Präventionsbus“ auf den Weg gebracht hatte, wurde inzwischen der nächste Schritt getan.

Für insgesamt knapp 260.000€ erfolgt in den nächsten Monaten der spezielle Innenausbau des Fahrzeugs. In insgesamt vier Bauabschnitten werden unter anderem ein Rauschbrillensimulator, eine Infotheke mit Flaschendrehen, eine Sitznische für digitales Lernspielen oder eine Station zum interaktiven Erkennen von illegalen Drogen ihren Platz finden. Außerdem soll im hinteren Teil des Busses ein Schulungs- und Empfangsraum gestaltet werden. Weitere Ausstattungsmerkmale, wie ein Technikraum, die Mediensteuerung oder der Außenbereich (beispielsweise mit Markise, Umfeldbeleuchtung und Lautsprechern) komplettieren das Angebot. Fertiggestellt sein soll der Bus spätestens bis zum ersten Quartal 2021.

„Die Grenznähe zu Tschechien und die damit einhergehende Drogenkriminalität stellen uns als Vogtlandkreis vor besondere Herausforderungen in der Suchtprävention. Umso mehr freue ich mich, dass das Projekt „Mobiler Präventionsbus“ jetzt dank des Geldes der „Stiftung Zukunft“ der Sparkasse Vogtland realisiert werden kann“, so Landrat Rolf Keil. Die Stiftung stellt insgesamt 190.000€ für den Innenausbau zur Verfügung, weitere 60.000€ stammen aus sogenannten Investmitteln des Landeskreises.

Die Weichen für das Gemeinschaftsprojekt hatten alle Akteure bereits im vergangenen Jahr gelegt. So wurde durch die Diakonie mit Mitteln der Sparkassenstiftung und des Vogtlandkreises der gebrauchte Gelenkbus für 100.000€ von der Firma Bus Modification Center MAN in Plauen gekauft. Das Diakonische Beratungszentrum Vogtland gGmbH leistet mit seinen Suchtberatungs- und Behandlungsstellen im Landkreis bereits einen entscheidenden Beitrag und wird künftig auch dieses Präventionsangebot anbieten.

Der Bus wird als Stand- und Eventfahrzeug genutzt und soll künftig auf vielfältigen Präventionsveranstaltungen in Jugendeinrichtungen, auf Messen, Tagungen, in öffentlichen Einrichtungen und bei Vereinen zum Einsatz kommen. In verschiedenen Stationen sollen die Teilnehmer/-innen über Suchtmittel und Suchterkrankungen aufgeklärt werden.

Zielgruppe sind Kinder, Jugendliche und Heranwachsende ab 10 Jahren, Eltern und sonstige Bezugspersonen, Fachkräfte insbesondere in ihrer Eigenschaft als Multiplikatoren und Netzwerkpartner.