Forstbehörde führt Walderlebnistag für Kinder durch

Grundschüler lernen den Wald näher kennen

Der schon längst zur schönen Tradition gewordene Walderlebnistag für Kinder, den die Forstbehörde der Landkreisverwaltung in Zusammenarbeit mit Schulen und Waldbesitzern organisiert, führte in diesem Jahr 52 Schülerinnen und Schüler der zweiten bis vierten Klassen der Grundschule Mylau in ein Waldstück zwischen Herlasgrün und Treuen. Der Privatwald der Blauwald AG bei Herlasgrün bot dazu die nötigen Voraussetzungen. Misch- und Nadelwald, einen Waldsee wie aus dem Märchen, Wiesen, Unterholz und Lichtungen, sorgten für das richtige Ambiente in und von der Natur zu lernen, zumindest für einen Tag. Einmal, Computer, Handy und Bücher gegen Pinzette, Lupe und Köcher auszutauschen, hält Landkreisbeigeordneter Dr. Uwe Drechsel, der den Walderlebnistag eröffnete, für genau den richtigen Weg, aktiv die Natur vor der Haustür zu erkunden und kennen und schätzen zu lernen. Ziel der Veranstaltung ist es, den Lebensraum Wald, die Bedeutung seiner Erhaltung und die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder sowie die Bereitschaft der Kinder zu „waldbewusstem Verhalten“ näher zu bringen, so Drechsel weiter.

Auf einem Rundkurs von etwa 2,3 Kilometern Länge machten die Schülerinnen und Schüler an sieben Stationen halt. Dabei ging es um Pflanzen und Tiere am Waldsee, Waldfühlungen – Was ist eigentlich der Wald und welche Geräusche birgt er. Eine weitere Station befasste sich mit dem Thema Abfall im Wald - Nicht mit uns. Für große Begeisterung und staunende Augen, nicht nur bei den Jungs, sorgte die Holzerntemaschine – Harvester. Sie übernimmt heute in der modernen Forstwirtschaft einen Großteil der schweren Arbeit und kann auch weniger wirtschaftliche Waldstücke noch erfolgreich abernten. Und dass, so erfuhren die Schüler, ist auch notwendig, um den Borkenkäfer - dem Geächteten der Forstleute, Einhalt zu gebieten. Was sich auf einem Quadratmeter Wald alles abspielen kann und wieviel Leben dort zu Hause ist, erfuhren die Sieben- bis Zehnjährigen ebenfalls, denn jede Station wurde von Mitarbeitern der kreislichen Forstbehörde und von weiterten Forstarbeitern betreut. Neben dem Harvester machten die Mädchen und Jungen auch mit einer ganz sanften Methode der Holzrückung durch Pferde Bekanntschaft, die auch heute noch in unwegsamen Waldstücken zum Einsatz kommt.

Mit einem gemeinsamen Picknick im Wald wurde der erlebnisreiche Tag beendet.

 

Für großes Interesse sorgte der Harvester, eine moderne Holzerntemaschine.

Von Andrea Fabian lernten die Mädchen und Jungen viel über das Leben in und am Wasser. Auch Dr. Uwe Drechsel interessierte sich dafür. Fotos: Landratsamt