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Verwaltungsleistungen A-Z

Grundwasserbohrung anzeigen

Allgemeine Informationen

Arbeiten, die in das Grundwasser hineinreichen, wie zum Beispiel das Errichten von Brunnen und sonstige Bohrungen bis in das Grundwasser, müssen Sie im Vorfeld bei den zuständigen Behörden anzeigen.

Bohrproben und sonstiges Beobachtungsmaterial haben Sie nach bestimmten Vorgaben zu entnehmen, aufzubewahren und dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie sowie der zuständigen unteren Wasserbehörde (bei der Stadtverwaltung oder dem Landratsamt) anzubieten und bei Verlangen vorzulegen.

Voraussetzungen

  • Wenn Sie von der unteren Wasserbehörde einen Monat nach dem Stellen der Anzeige keine Antwort zum weiteren Vorgehen erhalten haben und nicht tiefer als 100 Meter gebohrt wird, dürfen Sie aus wasser-, berg- und geologierechtlicher Sicht mit der Bohrung beginnen.
  • Gegebenenfalls sind aber Einschränkungen bei Bohrungen in Naturschutzgebieten oder durch verlegte Leitungen zu berücksichtigen.

Verfahrensablauf

Zur Abgabe der Bohranzeige nutzen Sie bitte das Online-Verfahren ELBA.SAX (Formulare & Online-Dienste).

  • Ihre Anzeige wird über das Online-Portal an die untere Wasserbehörde, das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie und gegebenenfalls das Sächsische Oberbergamt weitergeleitet. Damit müssen Sie die Anzeige nur einmal stellen und nicht einzeln an die verschiedenen Behörden.

Die Schreiben der Behörden erhalten Sie in der Regel auf elektronischem Weg über das Online-Portal ELBA.SAX an die hinterlegte E-Mail-Adresse, in einigen Fällen auch per Post.

Erforderliche Unterlagen

  • aktuelle Flurstückskarte mit eingezeichnetem Standort der geplanten Bohrungen
  • Detaillage-Skizze, anhand derer die Bohransatzpunkte im Meter-Bereich lokalisierbar sind
  • weitere Nachweise und Unterlagen

Fristen

  • Bohranzeige: spätestens ein Monat vor Beginn der Arbeiten
  • Arbeitsaufnahme: nach Eingang des entsprechenden Bescheides der unteren Wasserbehörde. Sofern die untere Wasserbehörde innerhalb eines Monats nicht antwortet, kann - vorbehaltlich der Klärung der unter Voraussetzungen genannten Belange und nach Eingang des Bestätigungsschreibens des LfULG - mit den Arbeiten begonnen werden.
  • Meldung der Bohrergebnisse: Fachdaten spätestens drei Monate, Bewertungsdaten spätestens sechs Monate nach Abschluss der Bohrarbeiten (gegebenenfalls abweichende Fristen nach Geologiedatengesetz beachten)

Rechtsgrundlage

  • § 8-17Geologiedatengesetz (GeolDG) - geophysikalische Untersuchungen - Anzeige geologischer Untersuchungen und Übermittlung von geologischen Daten an die zuständige Behörde, anzeige- und übermittlungsverpflichtete Personen, Frist und Form für die Übermittlung
  • § 49 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) - Erdaufschlüsse
  • § 41 Sächsisches Wassergesetz (SächsWG) - Erdaufschlüsse
  • § 127 Bundesberggesetz (BBergG) - Bohrungen

Freigabevermerk

Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft. 20.07.2021

Kosten (Gebühren)

  • Verfahrensgebühr (LfULG): keine

Weiterführende Informationen