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Beamter / Beamtin im Freistaat Sachsen, Anerkennung einer ausländischen Berufsqualifikation als Laufbahnbefähigung beantragen

Allgemeine Informationen

Antrag auf Anerkennung einer ausländischen Berufsqualifikationen als Laufbahnbefähigung nach § 20 Sächsisches Beamtengesetz (SächsBG)

Unterscheidet sich Ihre Berufsqualifikation, die Sie in einem anderen EU-Mitgliedstaat, EWR-Vertragsstaat oder einem durch Abkommen gleichgestellten Staat erworben haben, nicht wesentlich von der Qualifikation, die im Freistaat Sachsen für den Berufsweg der Beamtinnen und Beamten erforderlich ist, kann Ihnen diese auf Antrag als Laufbahnbefähigung anerkannt werden.

Sie haben einen Anspruch auf Prüfung, ob Ihre Berufsqualifikation als Laufbahnbefähigung für eine der folgenden Fachrichtungen im Freistaat Sachsen anerkannt werden kann:

  • Agrar- und Forstverwaltung
  • Allgemeine Verwaltung
  • Polizei
  • Feuerwehr
  • Bildung und Kultur
  • Gesundheit und Soziales
  • Justiz
  • Naturwissenschaft und Technik
  • Finanz und Steuerverwaltung
Hinweis: Die Anerkennung Ihrer Berufsqualifikation als Laufbahnbefähigung ist nur erforderlich, wenn Sie für die angestrebte Tätigkeit im Freistaat Sachsen tatsächlich die Befähigung für eine Beamtenlaufbahn nachweisen müssen. In nicht reglementierten Berufen ist eine Anerkennung keine zwingende Voraussetzung für die Berufsausübung. In diesen Berufen können Sie sich direkt auf dem Arbeitsmarkt bewerben und arbeiten.

Einheitlicher Ansprechpartner

Für dieses Verfahren können Sie den Service des Einheitlichen Ansprechpartners in Anspruch nehmen. Dieser begleitet Sie durch das Verfahren, übernimmt für Sie die Korrespondenz mit allen für Ihr Anliegen zuständigen Stellen und steht Ihnen als kompetenter Berater zur Seite.

Ansprechstelle

die sächsischen Staatsministerien entsprechend den Laufbahnen in den jeweiligen Fachrichtungen:

Dienstrecht
Sächsisches Staatsministerium des Innern

Voraussetzungen

Eine angestrebte Tätigkeit im Freistaat Sachsen, für die eine Laufbahnbefähigung nachzuweisen ist.

Verfahrensablauf

Stellen Sie einen Antrag auf Anerkennung Ihrer Berufsqualifikation als Laufbahnbefähigung bei der Stelle, die für Ihre Fachrichtung zuständig ist. Den Antrag und die erforderlichen Unterlagen können Sie schriftlich, elektronisch oder persönlich einreichen.

  • Sobald Ihre Antragsunterlagen vollständig vorliegen, nimmt die zuständige Stelle die Prüfung vor, gegebenenfalls fordert sie weitere Unterlagen an.
  • Die Prüfung erfolgt nach festgelegten formalen Kriterien (vor allem Inhalt und Dauer der Ausbildung). Ihre Berufserfahrung wird ebenso berücksichtigt wie weitere einschlägige Qualifikationen (vor allem Fort- und Weiterbildungen).
  • Sie erhalten über das Ergebnis der Prüfung einen schriftlichen Bescheid. Werden wesentliche Unterschiede in der Berufsqualifikation festgestellt, enthält dieser Bescheid auch Informationen darüber, worin diese Unterschiede bestehen und wie sie ausgeglichen werden können.

Erforderliche Unterlagen

Ausgestellt von der zuständigen Behörde des Staates nach dessen Rechts- und Verwaltungsvorschriften:

  • Identitätsnachweis
  • die in dem Staat erworbenen Ausbildungsnachweise
  • Bescheinigungen über Dauer und Art bisher ausgeübter für die Laufbahn relevanter beruflicher Tätigkeiten
  • eine Bescheinigung des Heimat- oder Herkunftsstaates, aus der hervorgeht, zu welcher Berufsausübung die Ausbildungsnachweise berechtigen
  • Nachweise, aus denen die Ausbildungs- oder Studieninhalte und die Ausbildungsdauer für die Berufsqualifikation hervorgehen

Weitere Unterlagen

  • Erklärung, welche Tätigkeit auf Grundlage der Ausbildungsnachweise in der öffentlichen Verwaltung angestrebt wird
  • Erklärung, ob und gegebenenfalls mit welchem Ergebnis der Antragsteller beim Bund oder bei einem anderen Land der Bundesrepublik Deutschland einen entsprechenden Antrag gestellt, einen Anpassungslehrgang durchlaufen oder eine Eignungsprüfung abgelegt hat
  • Erklärung, ob die Anerkennung zu einem früheren Zeitpunkt abgelehnt worden ist
  • Erklärung, für welche Laufbahn die Anerkennung beantragt wird

Die Unterlagen nach Nummer 1 bis 5 müssen sein.

Hinweis: Von fremdsprachigen Unterlagen werden Übersetzungen in deutscher Sprache benötigt.

Frist/Dauer

keine

Kosten

  • Verwaltungsgebühr: EUR 20,00 - EUR 600,00 (aufwandsabhängig)
  • ggf. Auslagen (z.&nbspB. für Beglaubigungen, Beurkundungen, Übersetzungen oder Gutachten)

Sonstiges

Elektronische Signatur / Unterschrift wie kann ich elektronisch unterschreiben?

Um das Unterschriftenerfordernis auch bei elektronischer Antragstellung erfüllen zu können, ist eine qualifizierte elektronische Signatur nötig. Nur dadurch kann die sichere Identitätsfeststellung des Absenders gewährleistet werden.

Ihr Antrag sowie die notwendigen Erklärungen erfordern Ihre eigenhändige Unterschrift. Ihr Antragsformular muss nach deutschem Recht mit einer qualifizierten elektronischen Signatur versehen sein, um als unterschrieben zu gelten. Dafür benötigen Sie ein entsprechendes Programm. Elektronische Signaturen können Sie erwerben bei:

  • Vertrauensdiensteanbietern (lt. Verzeichnis der Bundesnetzagentur) oder
  • der Bundesdruckerei (für Bürger mit neuem Personalausweis/nPA oder elektronischem Aufenthaltstitel)

Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

Sächsisches Staatsministerium des Innern. 15.11.2017

Bezugsorttext

(keine Ortsauswahl möglich)