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Bildungsprämie, Annahme und Abrechnung von Prämiengutscheinen durch Weiterbildungsanbieter

Allgemeine Informationen

Im Rahmen des bundesweiten Förderprogramms "Bildungsprämie" bieten autorisierte Beratungsstellen Gespräche an und stellen Prämiengutscheine aus, die Sie als Weiterbildungsanbieter annehmen und abrechnen können.

Die Prämiengutscheine werden aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert, die Kosten der Beratungen übernimmt der Bund.

Annahme des Gutscheins

Weiterbildungsanbieter sind zur Annahme von Prämiengutscheinen nicht verpflichtet. Viele nutzen jedoch diese Möglichkeit, um Kunden von ihrem Angebot zu überzeugen und an ihr Unternehmen zu binden.
Als Weiterbildungsanbieter müssen Sie bei der Abrechnung eines Prämiengutscheins Folgendes beachten:

  • Der Gutschein wird innerhalb der Gültigkeitsdauer bei Ihnen eingereicht.
  • Die Teilnehmerin oder der Teilnehmer hat aus Ihrem Angebot einen Kurs oder eine Prüfung ausgewählt, der beziehungsweise die dem Weiterbildungsziel auf dem Gutschein entspricht.
  • Der Kursbeginn muss innerhalb der auf dem Prämiengutschein stehenden Gültigkeitsfrist (6 Monate) liegen. Der Kurs darf vor Ausstellungsdatum des Gutscheins weder begonnen noch bezahlt worden sein. Auch eine Rechnung darf noch nicht ausgestellt worden sein.
  • Die Angaben auf dem Gutschein sind vollständig und korrekt.
  • Sie müssen als einreichender Anbieter sicherstellen, dass Sie die Qualitätsanforderungen des Programms Bildungsprämie einhalten. Ansonsten kann der Gutschein vom Bundesverwaltungsamt nicht erstattet werden. Die Qualitätsanforderungen finden Sie auf der Programmhomepage.
  • Prämiengutscheine können Sie erst nach Beendigung des Kurses einlösen. Die Einzahlung des Eigenanteils muss nachgewiesen werden.
  • Wurden über den Prämiengutschein mehrere Kurse oder Kursteile finanziert, können Sie diese erst nach Abschluss des letzten Kurses abrechnen.
  • Erstattet werden ausschließlich Kurskosten.

Der Prämiengutschein kann nicht eingelöst werden für:

  • Weiterbildungen mit Kosten von mehr als EUR 1.000, die in Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Schleswig-Holstein durchgeführt werden
  • Weiterbildungen im Ausland
  • Weiterbildungen, die bereits anderweitig gefördert werden
  • Nebenkosten (z. B. für die Verpflegung)
  • Einzelunterricht, Fachtagungen, Messen und Ähnliches
  • Schulungen, die exklusiv vom Hersteller oder in seinem Auftrag durchgeführt werden, und dem Verkauf spezifischer Produkte dienen (Produkt-/Herstellerschulungen

Haben Sie einen Prämiengutschein angenommen, stellen Sie wie gewohnt Ihre Rechnung und ziehen vom Kursbetrag 50 Prozent, maximal jedoch EUR 500,00 ab. Der restliche Betrag wird vom Kursteilnehmer beglichen.

Voraussetzungen

Eine vorherige Akkreditierung oder Registrierung im Programm Bildungsprämie ist nicht notwendig. Durch die Annahme von Prämiengutscheinen nehmen Sie automatisch am Programm teil.

  • Ihre Einrichtung erfüllt die Qualitätsmaßstäbe für Weiterbildungsanbieter im Merkblatt für Weiterbildungsanbieter. In Sachsen ist auch die Registrierung als Projektträger für ESF-Bildungsprojekte durch die Sächsische Aufbaubank Förderbank (SAB) ausreichend.
  • Der Sitz Ihrer Einrichtung liegt in Deutschland, sie besitzt eine deutsche Steuernummer.
  • Falls Sie die Annahme der Bildungsprämie aktiv bewerben wollen, finden Sie Vorlagen und Hinweise auf der Programmhomepage.
Hinweis: Für den mit der Annahme des Prämiengutscheins entstehenden Verwaltungsaufwand erhalten Sie als Weiterbildungsanbieter keine gesonderte Erstattung. Sie dürfen der teilnehmenden Person dafür keine Gebühr berechnen. Der Prämiengutschein ist für Sie als Weiterbildungsanbieter eine der wesentlichen Unterlagen für den Antrag auf eine Zuwendung.

Verfahrensablauf

Bevor Sie einen Prämiengutschein annehmen, prüfen Sie, ob alle oben genannten Anforderungen erfüllt sind und die Angaben auf dem Gutschein vollständig und korrekt sind.

  • Für die Abrechnung von Prämiengutscheinen nutzen Sie den Online-Antrag. Beachten Sie, dass Sie sich bei der ersten Benutzung registrieren müssen.
  • Am Ende des Online-Abrechnungsverfahrens drucken Sie den Antrag aus und versehen ihn mit Stempel und rechtsverbindlicher Unterschrift.
  • Die Auszahlung wird von Bundesverwaltungsamt veranlasst und erfolgt über die Bundeskasse.

Erforderliche Unterlagen

Dem unterzeichneten Antrag fügen Sie pro abzurechnender Maßnahme bei:

  • Original-Prämiengutschein
  • Rechnung bzw. Zahlungsaufforderung (mit Ausweisung von Kursgebühr, Prämiengutscheinermäßigung und Eigenanteil) / Original oder Kopie
    • geeigneter, steuerrechtlich anerkannter  Zahlungsnachweis über die Entrichtung der ermäßigten Kursgebühr (Eigenanteil), z. B. Bankkontobelege, Quittungen, Ausdrucke von Buchungsprogrammen wie SAP, DATEV und ähnliche
Wichtig! Aus den Unterlagen muss ersichtlich sein, wann der Eigenanteil der teilnehmenden Person eingegangen ist und wer diesen bezahlt hat.
  • Katalogauszug mit Informationen zu Kursgebühr und -inhalt
  • Eine von Weiterbildungsanbieter und Teilnehmer nach Abschluss der Weiterbildung unterschriebene Teilnahmebescheinigung
Hinweis: Reichen Sie nach Möglichkeit mehrere Prämiengutscheine pro Antrag ein.
Tipp: Informieren Sie sich über Details zur Abrechnung und zu den erforderlichen Unterlagen auf den Seiten "für Weiterbildungsanbieter" im Portal zur Bildungsprämie.

Frist/Dauer

  • Einreichungsfrist: bis 31.12.2021 
Hinweis: Die Prämiengutscheine können erst nach Abschluss der Maßnahme eingereicht werden.

Kosten

  • keine

Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, mit freundlicher Unterstützung durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Bezugsorttext

(keine Ortsauswahl erforderlich)

Sonstiges

  • Weiterbildungen mit Kosten von mehr als EUR 1.000, die in Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Schleswig-Holstein durchgeführt werden
  • Weiterbildungen im Ausland
  • Weiterbildungen, die bereits anderweitig gefördert werden
  • Nebenkosten (z. B. für die Verpflegung)
  • Einzelunterricht, Fachtagungen, Messen und Ähnliches
  • Schulungen, die exklusiv vom Hersteller oder in seinem Auftrag durchgeführt werden, und dem Verkauf spezifischer Produkte dienen (Produkt-/Herstellerschulungen