Verwaltungsleistungen A-Z

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Einbau, Prüfung und Kalibrierung von Messgeräten an genehmigungsbedürftigen Anlagen zur biologischen Behandlung, Bekanntgabe einer Stelle entsprechend § 29b BImSchG

Allgemeine Informationen

Anlagen, die dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) unterliegen, können Luftverunreinigungen, Geräusche oder Erschütterungen verursachen. Anlagenbetreiber werden daher verpflichtet, den ordnungsgemäßen Einbau und die Funktion bestimmter automatischer Messeinrichtungen überprüfen sowie deren Kalibrierung durchführen zu lassen.

Dieser Vorschrift liegt § 5 der 30. Durchführungsverordnungen zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (30. BImSchV) zugrunde.

Der Betreiber einer Anlage hat eine Messstelle mit der Durchführung der Prüfungen beziehungsweise Kalibrierung zu beauftragen. Diese Messstelle muss von der zuständigen Behörde eines Landes bekannt gegeben sein.

Um als Messstelle im Sinne des Bundes-Immissionsschutzgesetzes bekannt gegeben zu werden, müssen diese Stellen bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Die Bekanntgabe erfolgt immer durch die zuständige Behörde des Landes, in dem Sie als Antragsteller Ihren Geschäftssitz haben. Die fachliche Prüfung beziehungsweise Begutachtung der Messstelle ist Voraussetzung für die Bekanntgabe. Diese ist durch eine private Akkreditierungsstelle (Akkreditierung) durchführen zu lassen.

Hinweis: Messstellen müssen ein Qualitätssicherungssystem nach DIN EN ISO/IEC 17025 betreiben, um bekannt gegeben werden zu können.

Einheitlicher Ansprechpartner

Für dieses Verfahren können Sie den Service des Einheitlichen Ansprechpartners in Anspruch nehmen. Dieser begleitet Sie durch das Verfahren, übernimmt für Sie die Korrespondenz mit allen für Ihr Anliegen zuständigen Stellen und steht Ihnen als kompetenter Berater zur Seite.

Voraussetzungen

Die betreffenden Stellen müssen vor einer Bekanntgabe ihre Kompetenz nachgewiesen haben. Dies bedeutet, dass bestimmte Anforderungen an das Personal, an die Kenntnisse über Mess- und Prüfverfahren, an die gerätetechnische Ausstattung, an praktische Erfahrungen, an Anlagenkenntnisse und an Kenntnisse fachspezifischer immissionsschutzrechtlicher Regelungen erfüllt sein müssen.

Verfahrensablauf

  • Einreichung des Antrages
  • Prüfung des Antrages
  • gegebenenfalls Nachforderung und Nachreichung fehlender oder mangelhafter Unterlagen
  • Zustellung des Bekanntgabebescheids
  • Veröffentlichung der Bekanntgabe im Internet im Recherchesystem "ReSyMeSa"

Erforderliche Unterlagen

  • Antragsformular, Anlagen (Formulare & Online-Dienste)
  • Dokumente und Nachweise (in Kopie)

Details zu den Antragsunterlagen entnehmen Sie dem Antragsformular.

Frist/Dauer

Nach Eingang der vollständigen Unterlagen wird Ihr Antrag innerhalb von vier Monaten bearbeitet und beschieden.

Kosten

  • Verfahrenskosten: EUR 100,00 EUR 1.800

Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Bezugsorttext

(keine Ortsauswahl erforderlich)