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Fahrgastbeförderung, Fahrerlaubnis beantragen

Allgemeine Informationen

Antrag auf Verlängerung einer Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung gemäß § 48 Fahrerlaubnisverordnung/FeV

Wenn Sie einen Kraftwagen fahren möchten, in dem Fahrgäste entgeltlich oder gewerbsmäßig befördert werden oder wenn Sie in einem Fahrzeug Fahrgäste befördern und für diese Beförderung eine Genehmigung nach dem Personenbeförderungsgesetz erforderlich ist, benötigen Sie grundsätzlich eine zusätzliche Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung.

Voraussetzungen

  • Besitz des Führerscheins im Scheckkartenformat ("EU-Führerschein"), gegebenenfalls ist der bisherige Führerschein zunächst in einen Kartenführerschein umzutauschen
  • Mindestalter: 21 Jahre (bei Beschränkung der Fahrerlaubnis auf Krankenkraftwagen: 19 Jahre)
  • Besitz der Fahrerlaubnis der Klasse B oder einer entsprechenden Fahrerlaubnis seit mindestens zwei Jahren (bei Krankenkraftwagen: ein Jahr)
  • Nachweis der körperlichen und geistigen Eignung
  • persönliche Zuverlässigkeit (keine gravierenden Vorstrafen und/oder Verkehrsverstöße)
  • Nachweis über die Teilnahme an einer Schulung in Erster Hilfe (bei Krankenkraftwagen)
  • Nachweis der Ortskenntnis bei Taxen für das Pflichtfahrgebiet
Hinweis: Ihre zuständige Fahrerlaubnisbehörde informiert Sie über die entsprechenden Modalitäten der Ortskundeprüfung.

Verfahrensablauf

Den Antrag müssen Sie persönlich bei der Fahrerlaubnisbehörde stellen.

Erforderliche Unterlagen

  • Personalausweis oder Reisepass mit aktueller Meldebestätigung
  • allgemeiner Führerschein im Scheckkartenformat
  • Führungszeugnis Belegart "O"
  • Auskunft aus dem Fahreignungsregister
  • Nachweis der Ortskenntnis bei Taxen für das Pflichtfahrgebiet
  • Nachweis über die Teilnahme an einer Schulung in Erster Hilfe (bei Krankenkraftwagen)
  • augenärztliche Bescheinigung über die Untersuchung des Sehvermögens beziehungsweise Zeugnis eines Augenarztes
    Diese Untersuchung können Sie von Ihrem Augenarzt oder von einem Betriebs- oder Arbeitsmediziner, einem Arzt einer Begutachtungsstelle für Fahreignung, einem Arzt des Gesundheitsamtes oder einem anderen Arzt der öffentlichen Verwaltung durchführen lassen.
    Ein ausgestelltes Gutachten/Zeugnis besitzt zwei Jahre Gültigkeit.
  • ärztliche Eignungsbescheinigung auf amtlichem Vordruck
    Für diese Bescheinigung gibt es einen amtlichen Vordruck, über den die Ärzte im Regelfall verfügen.
    Sie können die Untersuchung von einem Arzt oder einer Ärztin Ihrer Wahl durchführen lassen. Bei Antragstellung darf die Bescheinigung nicht älter als ein Jahr sein.
  • leistungspsychologisches Gutachten
    Die leistungspsychologische Untersuchung beinhaltet beispielsweise eine Überprüfung von Belastbarkeit, Reaktionsfähigkeit, Orientierungsleistung und Konzentrationsfähigkeit.
    Der Nachweis über die Erfüllung dieser besonderen Anforderungen erfolgt durch ein betriebs- oder arbeitsmedizinisches Gutachten oder durch ein Gutachten einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung.

Frist/Dauer

Gültigkeit: 5 Jahre (Verlängerung auf Antrag um bis zu 5 Jahre)

Kosten

  • Ersterteilung der Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung: EUR 42,60
  • Wenn Ihr bisheriger Führerschein in den Kartenführerschein umgetauscht werden muss: zusätzlich EUR 24,00
  • zusätzliche Kosten für das Führungszeugnis und gegebenenfalls die Ortskundeprüfung

Rechtsgrundlage