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High-Tech Gründerfonds

Allgemeine Informationen

Der High-Tech Gründerfonds investiert seit September 2005 gezielt in junge High-Tech Unternehmen in Deutschland. Neugründungen, die vielversprechende Forschungsergebnisse unternehmerisch umsetzen, steht damit nicht nur das dringend benötigte Startkapital zur Verfügung, sondern auch die notwenige Betreuung und Unterstützung für das Firmen-Management. Diese Finanzierung innerhalb der Vorbereitungsphase ("Seed-Finanzierung") ist als Starthilfe gedacht bis zur Einführung von Prototypen, den Nachweis der Machbarkeit ("proof of concepts") oder zur Markteinführung.

Aufgelegt wurde der EUR 272 Millionen schwere Fonds im Rahmen der gemeinsamen Initiative "Partner für Innovation" der Bundesregierung und der KfW-Bankengruppe mit den Industrieunternehmen BASF, Deutsche Telekom, Siemens, Bosch, Daimler und Carl Zeiss. Im November 2011 wurde der Fonds II ins Leben gerufen, der mit einem Volumen von EUR 304 Millionen das Konzept weiterführt. Investoren der Public-Private-Partnership sind das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die KfW Bankengruppe sowie die 18 Wirtschaftsunternehmen ALTANA, BASF, Bayer, B. Braun, Robert Bosch, CEWE, Daimler, Deutsche Post DHL, Deutsche Telekom, Evonik, Lanxess, media + more venture Beteiligungs GmbH & Co. KG, METRO, Qiagen, RWE Innogy, SAP, Tengelmann und Carl Zeiss.

Die Management-Begleitung endet mit der Anschlussfinanzierung oder mit der dauerhaft gesicherten Eigenfinanzierung des Unternehmens.

Konditionen

Art der Förderung

Kombination aus offener Beteiligung und Nachrang-Darlehen

Höhe

  • bis zu EUR 600.000 in der 1. Finanzierungsrunde (weitere EUR 1,4 Millionen für Anschlussfinanzierung)
  • Gesamtinvestment (inklusive Seedinvestment) maximal EUR 2 Millionen

Eigenmittel

Einheitlich 10 Prozent, bezogen auf Beteiligung des Gründerfonds; die Hälfte davon können Investoren (Business Angel, private & öffentliche Investoren) übernehmen

Beteiligung

15 Prozent der Gesellschafteranteile (nominal, ohne Unternehmensbewertung)

Zinssatz

6 Prozent, Stundung in den ersten vier Geschäftsjahren

Laufzeit des Darlehens

sieben Jahre

Voraussetzungen

Der Fonds investiert Beteiligungskapital in neu gegründete Technologieunternehmen mit Sitz und Standort des Unternehmens oder einer selbständigen Zweigniederlassung in Deutschland, deren Kern ein Forschungs- und Entwicklungsvorhaben ist. Voraussetzungen sind

  • Die Produkte, Verfahren und wissenschaftlich-technischen Dienstleistungen müssen deutliche Wettbewerbsvorteile und nachhaltige Marktchancen erwarten lassen.
  • Das Unternehmen darf mit seiner Geschäftsidee nicht länger als ein Jahr operativ tätig sein und muss den Kriterien der Europäischen Union für kleine Unternehmen entsprechen: maximal 50 Mitarbeiter und Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme von höchstens EUR 10 Millionen
  • Das junge Unternehmen ist wachstumsorientiert.
  • Das Unternehmen hat ein Management mit dem erforderlichen technologischen und kaufmännischen Know-how.

Zur Auswahl der Unternehmen orientiert sich der Fonds an bestimmten Investitionskriterien. Weitere Informationen dazu finden Sie auf den Internetseiten des High-Tech Gründerfonds.

Verfahrensablauf

Vorstellen des Konzeptes

Um ein Gründungsvorhaben vorzustellen, erstellen Sie bitte einen aussagekräftigen Businessplan oder ein detailliertes Pitch Deck. In diesem soll unter anderem die Finanzierung des Unternehmens dargestellt werden. Sie sind gut beraten, wenn Sie dazu so genannte Seed-Investoren gewinnen wie Business Angels.

Antragstellung

  • Reichen Sie Ihren Businessplan oder Ihr detailliertes Pitch Deck Ihres Unternehmens beim High-Tech Gründerfonds ein. Wenn Sie Unterstützung benötigen, stellen wir Ihnen einen erfahrenen Coach oder Netzwerkpartner zur Verfügung. Dieser wird den Businessplan zusammen mit Ihnen erstellen und fügt diesem außerdem ein Referenzschreiben bei.
  • Ein Experten-Team des High-Tech Gründerfonds nimmt zunächst eine Vorprüfung vor. Dabei stehen die Investitionskriterien im Vordergrund.
  • Ist das Ergebnis der Vorprüfung positiv, erhalten Sie ein vorläufiges Angebot mit den Beteiligungskonditionen des High-Tech Gründerfonds. Das so genannte Term Sheet ist für Sie zugleich der Finanzierungsantrag.
  • Senden Sie das unterzeichnete Term Sheet an den High-Tech Gründerfonds zurück, der dann die Detailprüfung (Due Diligence) einleitet.

Detailprüfung

Im Verlauf einer strukturierten Prüfung machen sich die Vertreter des High-Tech Gründerfonds mit Ihrem Vorhaben detailliert vertraut. Eckpunkte der Prüfung sind

  • Gutachten zur technologischen Basis, zu Innovationsgrad und Marktchancen
  • ein persönliches Gespräch mit Ihnen, Ihrem Coach und eventuell weiteren Investoren
  • bei positivem Ergebnis: Beteiligungsvorschlag des High-Tech Gründerfonds für das Entscheidungskomitee

Beteiligung

Ob der High-Tech Gründerfonds eine Beteiligung an Ihrem Unternehmen eingehen kann, beurteilen Experten aus Industrie, Forschung und Praxis in einem Investitionskomitee. Ist dies möglich, erhalten Sie ein entsprechendes Beteiligungsangebot zu den genannten Konditionen.

Erforderliche Unterlagen

Damit die Fachleute des High-Tech Gründerfonds Finanzierungsmöglichkeiten für Ihr Vorhaben prüfen können, müssen Sie eine Reihe von Angaben zur Verfügung stellen

  • zur Innovationsentwicklung
  • zu den Gesellschaftern und Geschäftsführern
  • zum Unternehmen selbst
  • zum Finanzbedarf und zur Finanzierung

Die wichtigste Unterlage im Vorfeld der Antragstellung ist für Sie der Businessplan oder ein detailliertes Pitch-Deck (gerne aber nicht zwingend mit der Referenz eines Coaches, Investors oder einer Forschungseinrichtung). Alle weiteren Unterlagen erhalten Sie im Verlauf der Antragsprüfung.

Kosten

keine

Freigabevermerk

Sächsische Staatskanzlei, mit freundlicher Unterstützung durch die High-Tech Gründerfonds Management GmbH

Zuständige Stelle

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