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Qualifizierungs- und Beschäftigungsvorhaben für benachteiligte junge Menschen, Jugendberufshilfe (ESF)

Allgemeine Informationen

Mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) werden Vorhaben gefördert, die benachteiligten jungen Menschen ohne Berufsabschluss den Zugang zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt erleichtern. Die Unterstützung soll sich am individuellen Bedarf orientieren. Sie soll dazu beitragen, Benachteiligungen und Defizite abzubauen, eigene Ressourcen zu aktivieren und so den Übergang in ein Ausbildungs- oder Beschäftigungsverhältnis ermöglichen.

Für welche Vorhaben ist eine finanzielle Unterstützung möglich?

Gefördert werden sozialpädagogisch begleitete Qualifizierungs- und Beschäftigungsvorhaben für sozial benachteiligte und/oder individuell beeinträchtigte junge Menschen ohne Berufsabschluss

  • als niedrigschwelliges Angebot der Berufsorientierung und Berufsvorbereitung
  • zur Unterstützung des Übergangs in Ausbildung oder weiterführende Vorhaben der Berufsvorbereitung sowie zur Unterstützung des Übergangs in die Erwerbstätigkeit und
  • als stabilisierende Möglichkeit der Entwicklung der Persönlichkeit mit gefestigter Tagesstruktur und Sozialkompetenzen zur Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit

Konditionen

Art der Förderung
Anteilsfinanzierung (nicht rückzahlbarer Zuschuss)

Höhe
bis zu 90 Prozent der förderfähigen Ausgaben

Es werden Pauschalen gewährt für:

  • Personalkosten
  • Wegstreckenentschädigung
  • Verwaltungskosten
  • Aufwandsentschädigung
Hinweis: Ein Rechtsanspruch auf diese Förderung besteht nicht.

Voraussetzungen

Antragsberechtigte

  • anerkannte Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe nach § 75 SGB VIII

Weitere Voraussetzungen

  • Die Teilnehmenden sind individuell beeinträchtigte und/oder sozial benachteiligte junge Menschen bis zum vollendeten 27. Lebensjahr.

  • Die Teilnehmenden haben ihren Wohnort im Freistaat Sachsen.
  • Eine erfolgreiche Teilnahme an Fördermaßnahmen der Arbeitsverwaltung, der Träger der Grundsicherung für Arbeitssuchende sowie an schulischen Angeboten der Berufsvorbereitung oder Berufsausbildung ist bei den Teilnehmenden nicht zu erwarten.
  • Die Teilnehmenden haben in der Regel die allgemeine Schulpflicht erfüllt.
  • Die Vorhaben sind Gegenstand der arbeitsweltorientierten Jugendsozialarbeit nach § 13 Abs. 2 SGB VIII und Teil der örtlichen Jugendhilfeplanung.
  • Die sozialpädagogische Betreuung bildet einen inhaltlichen Schwerpunkt.

Bei den Vorhaben muss es sich um zusätzliche Angebote handeln, vergleichbare weitere Eingliederungs- oder Unterstützungsleistungen sind für die Teilnehmenden vorrangig.

Von der Förderung ausgenommen sind

  • erlebnispädagogische Elemente, die nicht in nachvollziehbarer Weise den Prozess der beruflichen oder sozialen Kompetenzentwicklung unterstützen
  • psychologische Leistungen ohne nachvollziehbaren Bezug zu den Einzelfallhilfen sowie zu therapeutischen Zwecken
  • Maßnahmen der heil- sowie psychotherapeutischen oder rehabilitativen Förderung
  • Teilnehmende mit Berufsabschluss

Förderdauer

Projekte ab 01.09.2017 bis maximal 28.02.2019

Verfahrensablauf

Wenn Sie erstmalig einen Antrag in diesem Vorhabensbereich stellen, empfehlen wir vor der Beantragung der Förderung eine Beratung bei der SAB.

Nähere Informationen und Anforderungen zum Antragsverfahren, den Fördervoraussetzungen und weitere Konditionen sind im Förderbaustein geregelt (siehe Weiterführende Informationen).

Antragstellung

  • Die Antragstellung erfolgt auf elektronischem Weg. Dazu steht eine Software auf dem Portal zur Antragstellung bereit. Hierfür benötigen Sie ein Login. Benutzen Sie dafür das Formular "Angaben zur Antragsfreischaltung"
  • Den im Rahmen der elektronischen Antragstellung auf dem Portal verbindlich gestellten Antrag reichen Sie auch in Papierform mit den weiteren erforderlichen Unterlagen vollständig und rechtsverbindlich unterschrieben bei der SAB ein.
  • Nach der Prüfung der Unterlagen erhalten Sie einen Bescheid.

Auszahlung, Verwendungsnachweis

Die Auszahlung der bewilligten Mittel erfolgt auf Antrag. Außerdem muss die Verwendung der Mittel nachgewiesen werden. Für den Mittelabruf und den Verwendungsnachweis benutzen Sie bitte die Formulare der SAB.

Erforderliche Unterlagen

Formulare für die Antragstellung sind in die Antragssoftware integriert, weitere Vordrucke und Merkblätter erhalten Sie auch bei der SAB. Informationen zu weiteren Unterlagen und Nachweisen erhalten Sie im elektronischen Antragsverfahren.

Frist/Dauer

Antragstellung: bis 16.06.2017

Stellen Sie den Antrag, bevor Sie mit dem Vorhaben beginnen. Nach Antragseingang bei der SAB (Datum des Posteingangsstempels) können Sie auf eigenes Risiko mit dem Vorhaben starten.

Achtung! Solange Sie noch keinen Bewilligungsbescheid erhalten haben, müssen Sie damit rechnen, dass Sie die Zuwendung nicht, nicht in der beantragten Höhe oder nicht zu dem beantragten Zeitpunkt erhalten.

Kosten

Antragstellung: keine

Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

Sächsisches Staatsministerium des Innern, Redaktion Amt24, mit freundlicher Unterstützung durch die Sächsische Aufbaubank Förderbank (SAB)