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Sachverständige für die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP), Beleihung beantragen

Allgemeine Informationen

Im Rahmen von Genehmigungsverfahren haben Behörden im Freistaat Sachsen die Möglichkeit, Beliehene Sachverständige mit Umweltadverträglichkeitsadprüfungen (UVP) beauftragen. Die Beleihung erfolgt auf Antrag durch das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG).

Die Umweltadverträglichkeitsadprüfung umfasst im Wesentlichen die Ermittlung, Beschreibung und Bewertung der unmittelbaren und mittelbaren Auswirkungen eines geplanten Vorhabens auf bestimmte Schutzgüter wie zum Beispiel Menschen, Tiere, Pflanzen, Boden, Wasser, Luft, Klima und Landschaft. Dabei handelt es sich nicht um ein eigenständiges Prüfungsverfahren, sondern um einen Bestandteil des Genehmigungsverfahrens betreffend ein bestimmtes Vorhaben. Zuständig für die UVP ist daher die Behörde, die das jeweilige Genehmigungsverfahren durchführt..

Mit Inkrafttreten des Sächsischen Umweltadverträglichkeitsadprüfungsadgesetzes (SächsUVPG) wurde den zuständigen Behörden die Möglichkeit eröffnet, die UVP von Sachverständigen durchführen zu lassen. Der Sachverständige bedarf zuvor der Beleihung durch das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG).

Einheitlicher Ansprechpartner

Für dieses Verfahren können Sie den Service des Einheitlichen Ansprechpartners in Anspruch nehmen. Dieser begleitet Sie durch das Verfahren, übernimmt für Sie die Korrespondenz mit allen für Ihr Anliegen zuständigen Stellen und steht Ihnen als kompetenter Berater zur Seite.

Voraussetzungen

  • Deutsche Staatsangehörigkeit, Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedstaates bzw. eines Staates des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)
  • Nachweis der erforderlichen Fachkunde, Unabhängigkeit und Zuverlässigkeit
      • zugelassene Umweltgutachter- oder Umweltorganisationen nach §§ 9, 10 Umweltauditgesetz (UAG) und
      • öffentlich bestellte Sachverständige nach § 36 Gewerbeordnung (GewO)
erfüllen diese Voraussetzungen ohne weitere Prüfung für diejenigen Vorhaben nach Anlage 1 zum SächsUVPG, für die sie zugelassen oder bestellt sind. (vergl. § 6 Abs. 1 Satz 3 SächsUVPG)

Verfahrensablauf

Reichen Sie einen formlosen schriftlichen Antrag beim Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) ein.

  • Das Landesamt bestätigt Ihnen schriftlich den Antragseingang und fordert die notwendigen Unterlagen an.
  • Über das Ergebnis der Antragsprüfung erhalten Sie einen schriftlichen Bescheid.
  • Die Beleihung erfolgt in einem förmlichen Akt.

Die Beliehenen werden beim LfULG in einem öffentlichen Verzeichnis geführt.

Hinweis: Für Fragen oder Hilfe bei der Antragstellung wenden Sie sich an das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG).

Erforderliche Unterlagen

  • Antragsschreiben (Original)
  • Dokumente und Nachweise

Über Details zu den erforderlichen Unterlagen informiert Sie die zuständige Stelle.

Kosten

Gebührenrahmen: EUR 395,00 - EUR 2.210

Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Bezugsorttext

(keine Ortsauswahl erforderlich)