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Umschulung wegen Berufskrankheit

Allgemeine Informationen

Wenn der Verdacht auf eine Berufskrankheit vorliegt, muss dies gemeldet werden. Nur wenn Ihre Krankheit als Berufskrankheit anerkannt wird, haben Sie Anspruch auf gewisse Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung (zum Beispiel Behandlungskosten, Rehabilitationsmaßnahmen).

Das Ziel der Maßnahmen, die bewilligt werden, ist vorrangig die Verbesserung des Gesundheitszustandes und die Wiedereingliederung in das Berufsleben.

Wenn Sie an einer Berufskrankheit leiden und trotz Ausschöpfung präventiver Maßnahmen nicht mehr in Ihrem Beruf arbeiten können, aber erwerbsfähig sind, finanziert die Unfallversicherung grundsätzlich eine Umschulung in einen anderen Beruf.

Zuständige Stelle

Träger der gesetzlichen Unfallversicherung. Diese sind:

Ansprechpartner für die berufliche Rehabilitation bei Berufskrankheiten ist der Berufshelfer*.

*) Um verständlich zu bleiben, müssen wir uns an einigen Stellen auf die gesetzlich vorgegebenen Personenbezeichnungen beschränken, es sind damit immer Männer  u n d  Frauen gemeint. – d. Red.

Voraussetzungen

Sie leiden an einer Berufskrankheit, durch die Sie erwerbsunfähig zu werden drohen, falls Sie Ihren Beruf weiterhin ausüben.

Verfahrensablauf

Wenden Sie sich an Ihren Berufshelfer. Dieser kann Sie über das weitere Verfahren und darüber, welche Dokumente Sie vielleicht in Ihrem Fall vorlegen müssen, informieren.

  • Der Berufshelfer vermag einzuschätzen, wie groß Ihre Chancen auf eine bestimmte Umschulung sind und ob vielleicht andere Rehabilitationsmaßnahmen sinnvoller wären.
  • Der Berufshelfer wird je nach Einzelfall einen Rehabilitationsplan erarbeiten und sofern Ihnen eine Umschulung bewilligt wird, diese mit den Berufsförderungswerken und anderen für eine Umschulung geeigneten Einrichtungen abstimmen.
  • Die Umschulung selbst wird meist in einem Berufsförderungswerk durchgeführt. Je nachdem, von welchem Beruf Sie in welchen umgeschult werden, kann die Umschulung unterschiedlich lange dauern (in der Regel bis zu zwei Jahre).

Kosten

keine

Hinweis: Für die Dauer der Umschulung erhalten Sie ein Übergangsgeld von dem zuständigen Unfallversicherungsträger. Außerdem werden Ihnen die Kosten für die Kurse und für die Unterbringung in einem Berufsförderungswerk ersetzt.

Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz

Frist/Dauer

keine