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Umwandlung eines ausländischen Hochschulgrades für Berechtigte nach dem Bundesvertriebenengesetz

Allgemeine Informationen

Für die Führung von im Ausland erworbenen akademischen Graden bedarf es im Freistaat Sachsen keiner individuellen Genehmigung.

Es gilt die gesetzlich Allgemeingenehmigung. Inhaber ausländischer Grade tragen selbst die Verantwortung dafür, dass sie befugt sind, den Grad zu führen. Sie haben dabei die Regelungen des § 44 Sächsisches Hochschulfreiheitsgesetz (SächsHSFG) zu beachten. Nähere Auskünfte hierzu erhalten Sie beim Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst.

Eine Umwandlung in einen deutschen Grad findet nicht statt.

Hinweis: Eine Ausnahme von diesem Grundsatz gibt es nur bei Berechtigten gemäß § 10 des Gesetzes über die Angelegenheiten der Vertriebenen und Flüchtlinge (Bundesvertriebenengesetz, BVFG) für Spätaussiedler, deren Ehepartner und Abkömmlinge. Diese können eine Umwandlung ihres im Ausland erworbenen Hochschulgrades in einen entsprechenden deutschen Hochschulgrad beantragen.

Voraussetzungen

Spätaussiedler, deren Ehepartner und Abkömmlinge können die Umwandlung ihres im Ausland erworbenen Hochschulgrades in einen entsprechenden deutschen Hochschulgrad beantragen, wenn

  • sie Berechtigte im Sinne von § 10 BVFG sind und
  • sie bisher keinen entsprechenden Antrag bei einer anderen Behörde in der Bundesrepublik Deutschland gestellt haben.

Die Umwandlung ist nur möglich, wenn ein formell und materiell gleichwertiger deutscher Abschluss existiert.

Verfahrensablauf

  • lassen Sie sich beim Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst beraten
  • beantragen Sie die Umwandlung mit einem Formular (Formulare & Online-Dienste)
  • nachdem Ihr Antrag eingegangen ist, prüft das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst die Vollständigkeit und fordert gegebenenfalls Unterlagen nach. Falls nötig, wird die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (Bonn) um eine gutachterliche Stellungnahme gebeten
  • wenn die Umwandlung möglich ist, wird Ihnen hierüber eine Urkunde ausgestellt

Erforderliche Unterlagen

Fügen Sie Ihrem Antrag die nachfolgend aufgeführten Unterlagen bei:

  • amtlich oder notariell beglaubigte:
    • Kopie des originalsprachigen Diploms und Notenübersicht zum Diplom / Promotionsurkunde
    • Übersetzung der vorgenannten Unterlagen in die deutsche Sprache (bei doppelsprachigen Urkunden ist die Landessprache des Herkunftslandes maßgeblich; die Übersetzung darf auch in Form des vom Dolmetscher / Übersetzer oder von der Dolmetscherin / Übersetzerin unterzeichneten Originals eingereicht werden)
    • Spätaussiedlerbescheinigung gemäß § 15 Absatz 1 und Absatz 2 BVFG
    • aktuelle Meldebescheinigung über den Hauptwohnsitz im Freistaat Sachsen (Kopie / Original)
    • Kopie der Urkunde über die Namensänderung, falls der Name im Antrag von dem in der Urkunde abweicht
  • tabellarischer Lebenslauf
  • unterzeichnete Erklärung
Die Übersetzungen müssen von einem in der Bundesrepublik Deutschland öffentlich bestellten und allgemein beeidigten Dolmetscher oder Übersetzer angefertigt sein.

Frist/Dauer

keine

Kosten

  • Verwaltungsgebühr für die Prüfung des Antrages (Amtshandlung): in der Regel zwischen EUR 60,00 und EUR 100,00
  • Ausnahme: Es werden keine Gebühren erhoben, wenn Sie den Antrag innerhalb von drei Jahren gestellt haben, nachdem Sie Ihren ständigen Aufenthalt in der Bundesrepublik genommen haben.

Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Zuständige Stelle