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Infektionsschutz, Entschädigung für Verdienstausfälle aufgrund von Kinderbetreuung

Allgemeine Informationen

Antrag auf Gewährung von Entschädigungsleistung für Arbeitnehmer* und selbstständig Tätige in besonderen Fällen nach § 56 Abs. 1a Infektionsschutzgesetz (IfSG)

Falls Sie Ihre Kinder zu Hause betreuen müssen, weil die Kindertagesstätte, die Schule oder der Hort wegen Infektionsschutzmaßnahmen geschlossen ist oder Ihre Kinder dort pandemiebedingt nicht betreut werden, können Sie auf Antrag einen Ausgleich für den entgangenen Verdienst erhalten. Für Arbeitnehmer* übernimmt in den ersten sechs Wochen der Arbeitgeber die Beantragung und Auszahlung der Entschädigung. Ab der siebten Woche stellen Sie den Antrag. Selbstständige beantragen die Entschädigung stets selbst bei der Landesdirektion Sachsen.

*) Um verständlich zu bleiben, beschränken wir uns auf die verallgemeinernden Personenbezeichnungen, sie beziehen sich immer auf jedes Geschlecht - d. Red.

Konditionen

Zuwendungsart
nicht rückzahlbare Leistung

Höhe
67 % des Nettoeinkommens

Höchstbetrag
monatlich EUR 2.016

Weiterführende Informationen

Eingabeaufforderung zur Ortsauswahl

(keine Ortsauswahl erforderlich)

Zuständige Stelle

Corona-Entschädigungsteam (Landesdirektion Sachsen)

Voraussetzungen

Die Kinderbetreuung in einer öffentlichen Einrichtung ist aus Infektionsschutzgründen nicht möglich.

Antragsberechtigte

  • erwerbstätige Sorgeberechtigte von Kindern bis 12 Jahre
  • Sorgeberechtigte von hilfebedürftigen Kindern mit Behinderungen

Weitere Voraussetzungen

  • Eine andere Betreuung (z. B. durch den anderen Elternteil oder die Notbetreuung in den Einrichtungen) ist nicht möglich.
  • Infrage kommende Betreuungspersonen gehören einer Risikogruppe an (insbesondere ältere und gesundheitlich vorbelastete Menschen).
  • Alle anderen Möglichkeiten, der Tätigkeit vorübergehend bezahlt fernzubleiben, sind ausgeschöpft z.B. durch Abbau von Zeitguthaben und Resturlaub (der Erholungsurlaub des laufenden Jahres muss nicht in Anspruch genommen werden).
  • Die Einrichtung ist nicht regulär geschlossen (z. B. während der Ferien)
  • Die oder der Sorgeberechtigte hatte keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall.

Verfahrensablauf

Sie können die Entschädigung mithilfe eines Antragsassistenten online beantragen, ersatzweise verwenden Sie für die schriftliche Beantragung die bereitstehenden elektronischen Formulare.

Die Nutzung des Online-Antrages durch die Antragstellenden reduziert den Bearbeitungsaufwand auf Seiten der Behörde. Die Bearbeitung des Antrages, die Bewilligung von Entschädigungen und deren Auszahlung kann deshalb beschleunigt erfolgen.

Online-Antrag

Richten Sie sich in Amt24 ein Servicekonto ein und melden Sie sich darüber im Serviceportal an. Halten Sie elektronische Kopien der erforderlichen Unterlagen bereit.

  • Folgen Sie dem Link zum Online-Antrag und füllen Sie die Datenfelder nach Anleitung aus. Sie können die Angaben jederzeit zwischenspeichern und zu einem späteren Zeitpunkt vervollständigen.
  • Sind alle Datenfelder befüllt, schließen Sie die Antragstellung ab, und die Daten werden der zuständigen Stelle übermittelt.
  • Die Antragsbestätigung finden Sie im Posteingang Ihres Servicekontos, über das der Informationsaustausch zum Verfahren läuft. Bei eingehenden Nachrichten erhalten Sie eine Benachrichtigung an Ihre persönliche E-Mail-Adresse.

Schriftlicher Antrag

Sollten Sie nicht über die technischen Voraussetzungen für die Antragsstellung über Amt24 verfügen oder den Antrag als Arbeitnehmer stellen, nehmen Sie bitte Kontakt zum Corona-Entschädigungsteam auf (siehe -> Zuständige Stelle). Sie erhalten in diesem Fall die klassischen Formulare. Bitte geben Sie beim Übersenden an, dass Ihnen eine Nutzung von Amt24 nicht möglich war, damit Ihr Antrag nicht versehentlich aus diesem Grund zurückgewiesen wird.

Prüfung und Auszahlung

  • Ihr Antrag wird umgehend geprüft, eventuell fehlende Unterlagen werden nachgefordert.
  • Über die Bewilligung / Ablehnung erhalten Sie einen schriftlichen Bescheid.
  • Die Erstattung erfolgt auf das von Ihnen angegebene Konto.

Erforderliche Unterlagen

Ergänzende Formulare

-> Infektionsschutz, Entschädigung nach § 56 Abs. 1a IfSG - Ergänzungsantrag Arbeitnehmer ab 7. Woche
-> Infektionsschutz, Erstattung nach § 58 IfSG - soziale Sicherung

Weitere Unterlagen

für sorgeberechtigte Arbeitnehmer (jeweils in Kopie):

  • Lohn- und Gehaltsbescheinigungen der letzten zwei Monate vor Eintritt eines Verdienstausfalls infolge von Kinderbetreuung sowie des Monats, für den eine Erstattung/Entschädigung beantragt wird.
  • Kinderausweis oder Geburtsurkunde der zu betreuenden Kinder

falls zutreffend:

  • Hort-/Kitabetreuungsvertrag
  • Erklärung zur Tätigkeit (Branche) des anderen sorgeberechtigten Elternteils und warum die Betreuung durch das andere Elternteil nicht möglich war
  • Aufstellung zu Betreuungstagen mit jeweiligen Betreuungszeiten
  • Bescheinigung der Betreuungseinrichtung bzw. des Trägers der Betreuungseinrichtung, dass eine Betreuung an den beantragten Tagen nicht erfolgen konnte. Beruhte die Schließung auf einer Allgemeinverfügung der Sächsischen Staatsregierung oder der Landkreise/Kommunen reicht die entsprechende Angabe. Eine Bescheinigung ist in diesen Fällen nicht notwendig.
  • Quarantäneanordnung des Gesundheitsamtes an das betreuungsbedürftige Kind bzw. die betreuungsbedürftige Person
  • Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (Krankenschein) des Sorgeberechtigten
  • Belege über Kurzarbeiter- oder Arbeitslosengeld
  • Belege der Aufwendungen für freiwillig gesetzliche oder private Versicherungen

für selbstständige Sorgeberechtigte (jeweils in Kopie):

  • letzter vorliegender Steuerbescheid, seitdem die Kita/Schule geschlossen wurde; sowie eine betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) oder eine steuerliche Hochrechung vom Steuerberater für den Zeitraum der Kinderbetreuung
  • Belege für Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung
  • Kinderausweis oder Geburtsurkunde der zu betreuenden Kinder

falls zutreffend:

  • Hort-/Kitabetreuungsvertrag
  • Erklärung zur Tätigkeit (Branche) des anderen sorgeberechtigten Elternteils und warum die Betreuung durch das andere Elternteil nicht möglich war
  • Schließungsbescheinigung durch Behörde
  • Aufstellung zu Betreuungstagen mit jeweiligen Betreuungszeiten
  • Bescheinigung der Betreuungseinrichtung bzw. des Trägers der Betreuungseinrichtung, dass eine Betreuung an den beantragten Tagen nicht erfolgen konnte. Beruhte die Schließung auf einer Allgemeinverfügung der Sächsischen Staatsregierung oder der Landkreise/Kommunen reicht die entsprechende Angabe. Eine Bescheinigung ist in diesen Fällen nicht notwendig.
  • Quarantäneanordnung des Gesundheitsamtes an das betreuungsbedürftige Kind bzw. die betreuungsbedürftige Person
  • Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (Krankenschein)

Fristen

  • Antragstellung: innerhalb von 12 Monaten nach Wiederöffnung oder Aufhebung des Betretungsverbotes

Kosten (Gebühren)

keine

Bearbeitungsdauer

je nach Antragsaufkommen

Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

Landesdirektion Sachsen. 19.05.2021