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Wald und Forstwirtschaft, Förderung beantragen (WuF)

Allgemeine Informationen

Antrag auf Gewährung einer Zuwendung nach der Förderrichtlinie Wald und Forstwirtschaft (RL WuF/2014), Nr. 08913

Ziel der Förderrichtlinie Wald und Forstwirtschaft ist die Stärkung der Widerstandsfähigkeit und des ökologischen Wertes der Wälder und Schutz der Naturgüter im Wald.

Daher gilt es,

  • eine beständige Entwicklung der Forstwirtschaft im ländlichen Raum zu unterstützen
  • strukturelle Bewirtschaftungshemmnisse im kleinstrukturierten Privatwald durch besitzübergreifende Zusammenarbeit insbesondere im Rahmen Forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse (FZ) zu überwinden sowie
  • Waldflächen durch Erstaufforstung zu vermehren.

Zuwendungsfähige Maßnahmen nach Richtlinie Teil I ? ELER-Mittel (EU):

  • Erschließung forstwirtschaftlicher Flächen durch Holzabfuhrwege
  • Anlagen zur Waldbrandüberwachung
  • Waldumbau außerhalb von Schutzgebieten
  • Verjüngung natürlicher gebietsheimischer Waldgesellschaften in Schutzgebieten
  • Ausarbeitung von Waldbewirtschaftungsplänen

Zuwendungsfähige Maßnahmen nach Richtlinie Teil II ? GAK-Mittel (Bund)

  • Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse (Zusammenfassung Holzangebot, Waldpflegeverträge und Professionalisierung)
  • Erstaufforstung
  • Hilfsmaßnahmen zur Bewältigung von Extremwetterfolgen

Voraussetzungen

In Abhängigkeit von der antragstellenden Rechtsperson und der Fördersumme ist die Auftragsvergabe an formale Vorschriften gebunden.

Antragsberechtigt sind je nach Fördergegenstand:

  • Privatpersonen, die Wald besitzen
  • körperschaftliche Waldbesitzer
  • Landkreise / kommunale Träger
  • anerkannte Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse (FZ) nach § 15 Bundeswaldgesetz
  • Personen, die potentielle Erstaufforstungsflächen besitzen und / oder bewirtschaften
Hinweis: Für ein erfolgreiches Vorhaben wird eine forstfachliche Beratung im Vorfeld empfohlen. Diese bieten die Revierförster der Privat- und Körperschaftswaldreviere von Sachsenforst.

Die Förderung nach Teil I der Richtlinie (ELER-Mittel) ist nur möglich, wenn das Vorhaben vor der Antragstellung (Posteingang Bewilligungsstelle) noch nicht begonnen wurde.

Die Förderung nach Teil II der Richtlinie (GAK-Mittel) ist nur möglich, wenn das Vorhaben nach Zustellung des Bewilligungsbescheides begonnen oder die Genehmigung zum vorzeitigen Maßnahmebeginn erteilt wurde.

Ausnahmen bilden die Hilfsmaßnahmen zur Bewältigung von Extremwetterfolgen. Hier sind Maßnahmen förderfähig, die nach dem 01. Januar 2019 begonnen wurden.

Erforderliche Unterlagen

  • Die Antragsunterlagen können über das Förderportal des Freistaates Sachsen (SMUL) oder auf der Internetseite von Sachsenforst abgerufen werden.
  • Die Antragsunterlagen mit allen benötigten Anlagen sind vollständig und unterschrieben bei der Bewilligungsbehörde einzureichen.

Fristen

Antrag nach Teil I der Richtlinie (ELER-Mittel): Stichtage (Posteingang bei der Bewilligungsstelle) werden mit den Aufrufen bekannt gemacht.

Antrag nach Teil II der Richtlinie (GAK-Mittel): Antragstellung bis spätestens zum 31.10. des Vorjahres. Ausnahmen bilden auch hier wieder die Hilfsmaßnahmen zur Bewältigung von Extremwetterfolgen, wo es keine Stichtagsregelung gibt.

Kosten (Gebühren)

keine

Hinweise (Besonderheiten)

  • Einmaliger Zuschuss: Für die meisten Fördergegenstände wird eine Investitionsförderung als einmaliger Zuschuss für nachgewiesene förderfähige Ausgaben gewährt (Ausnahmen: Festbetragsförderung bei forstlichen Zusammenschlüssen und weite Teile der Hilfsmaßnahmen zur Bewältigung von Extremwetterfolgen
  • Vorleistung: Für die Förderung gilt das sogenannte Erstattungsverfahren (Antragsteller geht in Vorleistung und bekommt die förderfähigen Aufwendungen in Höhe des jeweiligen Fördersatzes erstattet)
  • Eigenanteil: Begünstigte tragen je nach Vorhaben einen unterschiedlich hohen Eigenanteil
  • Mehrwertsteuer: Die Mehrwertsteuer gehört nicht zu den förderfähigen Ausgaben (Ausnahme: Anlagen zur Waldbrandüberwachung in kommunaler Trägerschaft)
  • Zweckbindungsfrist: Für investive Vorhaben beträgt die Zweckbindungsfrist 5 Jahre

Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft. 25.03.2019

Weiterführende Informationen

Eingabeaufforderung zur Ortsauswahl

(keine Ortsauswahl erforderlich)

Verfahrensablauf