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20. Oktober 2018:   

ERFAHRUNGSAUSTAUSCH der Heimatgeschichtsforscher und Ortschronisten

Die Veranstaltung findet im Historischen Archiv des Vogtlandkreises in Oelsnitz/Vogtl., Schloßstr. 32 (Schloß Voigtsberg) statt.

Ausstellungen

Die Ausstellungen im Archivfoyer auf Schloß Voigtsberg können zu den Öffnungszeiten des Archivs besichtigt werden. Der Ausstellungsbesuch ist kostenfrei.

"150 Jahre volkskundliche Forschung im Vogtland"
Exposition im Historischen Archiv des Vogtlandkreises vom 21.10.2017 bis 28.09.2018

Flurfleck und Neunerle, Moosmann und Kirmes, Griebenherd und Grügeniffte – die
volkskundliche Forschung im Vogtland hat eine lange Tradition und bearbeitet ein
facettenreiches Forschungsfeld. Es reicht von Sitten, Gebräuchen und Festen bis zu den Volksliedern und regionalen Mundarten, umfasst die Untersuchung der alten Bauernhäuser, die Dokumentierung inzwischen fast vergessener Handwerksberufe und die Wiederbelebung der traditionellen Trachten. Sie rückt damit die Geschichte des Alltags der Vogtländer in den Mittelpunkt und widmet sich in besonderer Weise dem Leben und Geschehen vor Ort.

Ausgehend von dem einst in Reichenbach wirkenden Lehrer Ernst Köhler, der 1867 zum Begründer der wissenschaftlichen Volkskunde im Vogtland wurde, führt die Exposition anhand einer Auswahl bekannter Vertreter des Faches durch die letzten anderthalb Jahrhunderte bis hin zum Wirken des 2017 verstorbenen Plauener Volkskundlers Horst Fröhlich.

Frohnhaus Tirpersdorf, Rekonstruktionszeichnung von Benno
Kolbe - Quelle: HAV, Bauakte Landwüst, Nr. 109

Griebenherd (Pechpfanne) von Gunzen in Betrieb (1930er
Jahre) – Quelle: HAV, Nachlass Paul Apitzsch, Nr. 40

Die Exposition „150 Jahre volkskundliche Forschung im Vogtland“ wurde zum Erfahrungsaustausch der Heimatgeschichtsforscher und Ortschronisten am 21. Oktober 2017 im
Foyer des Archivs eröffnet.



Dauerausstellung
"Durchschleusungslager Oelsnitz 1945 - 1951" 

Modell des Durchschleusungslagers Schloß Voigtsberg in Oelsnitz/Vogtl.

 

Das Archiv zeigt eine kleine Dauerausstellung über die Nutzung des Schlosses Voigtsberg als "Flüchtlingslager" bzw. "Durchschleusungslager in die amerikanische Zone" in den
Jahren 1945 - 1949. Ab Herbst 1949 bis Jahresende 1951 diente das Schloss als
Quarantänelager für heimkehrende Kriegsgefangene, die im Westen ihre Heimat hatten.

Eröffnet wurde die Dauerausstellung am 1. März 2008 zum Tag der Archive, der dem
Thema „Heimat und Fremde“ gewidmet war, mit einer Vortragsreihe – ergänzt durch einen Lageplan, der im Rahmen einer besonderen Lernleistung durch die Oelsnitzer Gymnasiastin Susanne Apitz entstand. Seitdem sahen jährlich mehrere Hundert Archivbesucher diese Ausstellung. Am „Tag des offenen Denkmals“, 9. Sept. 2012, wurde eine Gedenktafel für das „Durchschleusungslager“ im Innenhof des Schlosses enthüllt.

Autor: Karina Kruppa