Trichinellen

Was versteht man unter Trichinen (eigentlich Trichinellen)?
  • Bei den Trichinen (eigentlich Trichinellen) handelt es sich um kleine, etwa einen Millimeter lange Fadenwürmer (Nematoden), die im Fleisch bestimmter Tierarten, wie Schweine, Pferde, Wildschweine, Dachse und weiterer in Deutschland nicht so relevanter Tierarten, in verkapselter Form vorkommen. Die Übertragung der Parasiten findet zunächst durch Aufnahme von rohem, infiziertem Fleisch der befallenen Tiere statt. So kann die Ansteckung von Schweinen z.B. durch die Aufnahme von infizierten Nagetieren (Mäusen) erfolgen.
  • Auch für den Menschen kann der Genuss von rohem oder nicht durcherhitztem Fleisch befallener Tiere gefährlich werden. Die Larven werden über die Nahrung aufgenommen, vermehren sich im Darm des Menschen, vollführen eine Körperwanderung, dringen in die Muskulatur ein und können sich dort ebenfalls einkapseln. Dort können sie viele Jahre infektionsfähig bleiben. Je nach Lokalisation, Alter und Immunität des Menschen können schwerwiegende Erkrankungssymptome bis hin zu Todesfällen auftreten.
  • Die Untersuchung auf Trichinen im Rahmen der amtlichen Schlachttier- und Fleischuntersuchung ist gesetzlich vorgeschriebenen. Sie soll verhindern, dass eine Übertragung auf den Menschen stattfindet. Die amtliche Pflicht auf Trichinen zu untersuchen, ist ein unverzichtbarer Bestandteil des gesundheitlichen Verbraucherschutzes