Sonstige schädliche Umwelteinwirkungen

Industrieanlagen und andere gewerbliche und private technische Anlagen können die Umwelt durch Geräusche, Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlen und ähnliche Umwelteinwirkungen empfindlich belasten.

Solche Anlagen zu überwachen, von denen Emissionen in die Umgebung ausgehen können, ist unsere Aufgabe. Das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) mit seinen Verordnungen und Verwaltungsvorschriften ist unsere Handlungsgrundlage.

Legionellen | 42. BImSchV

Verdunstungskühlanlagen, Kühltürme und Nassabscheider sind bei bestimmten Bedingungen möglicherweise Quellen für legionellenhaltige Aerosole. Legionellen sind Bakterien und können in höheren Konzentrationen in der Außenluft eine Gesundheitsgefahr darstellen. Um einer Freisetzung von Legionellen in gesundheitsschädlichen Konzentrationen vorzubeugen trat am 19. August 2017 die 42. BImSchV in Kraft.

Nach § 13 der 42. BImSchV besteht eine Anzeigepflicht von Verdunstungskühlanlagen, Kühltürmen und Nassabscheidern im Sinne des § 1 der 42. BImSchV durch den Betreiber derartiger Anlagen. Für die Anzeige ist das vom Bund entwickelte Online-Portal unter https://www.kavka.bund.de/ zu nutzen. In diesem Portal sind zugleich weitere Informationen zur Anzeigepflicht, zu den Inhalten der Anzeigen und den Ansprechpartnern in den zuständigen Behörden der Bundesländer zu finden.

Elektromagnetische Felder | 26. BImSchV

Das Errichten und Betreiben von Hochfrequenz-, Niederfrequenz- und Gleichstromanlagen kann sich durch elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder (EMF) schädlich auf die Umwelt beziehungsweise die Gesundheit des Menschen (Elektromagnetische Umweltverträglichkeit) auswirken..

Vorsorglich und zum Schutz der Allgemeinheit und der Nachbarschaft vor jenen schädlichen Umwelteinwirkungen schreibt die Verordnung über elektromagnetische Felder (26. BImSchV) Anforderungen an die genannten Anlagen fest.

Funkanlagen in Ihrer Nähe

Wo in Ihrer Nähe Funkanlagen betrieben werden, finden Sie in der EMF-Standortdatenbank (Bitte links neben der Karte Ihren Standort eingeben!):


Wir als Untere Immissionsschutzbehörde prüfen auf Antrag in begründeten Fällen die Grenzwerte der 26. BImSchV. Dazu wird eine orientierende Messung am entsprechenden maßgeblichen Immissionsort beziehungsweise am schutzbedürftigen Gebäude vorgenommen.

Rechtsgrundlagen

Erschütterungen

Unter Erschütterungen werden durch Körperschall verursachte mechanische Schwingungen verstanden. Je nach deren Schwingungsamplitude und Frequenzinhalt können Menschen durch sie belästigt oder gesundheitlich beeinträchtigt werden. Gebäude können geschädigt, sensible Geräte gestört werden. Besonders wenn Erschütterungen im Wohnbereich auftreten, kann es bereits ab Überschreitung der Fühlschwelle zu Belästigungen kommen.

Ursachen für Erschütterungen

  • Industrielle oder gewerbliche Herkunft, zum Beispiel:
    Pressen, Schmiedehämmer, Stanzen, Verdichtungsgeräte, Webstühle, Sägegatter, Rüttelanlagen, Blockheizkraftwerke
  • Baustellen, zum Beispiel:
    Vibratoren, Sprengungen
  • Verkehr, vor allem Schienenverkehr

Messung, Beurteilung, Verminderung

Grundlage für die Ermittlung von Schwingungsgrößen sowie Einwirkungen auf bauliche Anlagen und den Menschen bildet die DIN 4150 -1 bis 3.

 

Messung und Bewertung durch

Referat 52 | Anlagenbezogener Immissionsschutz, Lärm
Postfach 540137
0311 Dresden
Im Geoportal anzeigen


Telefon: (0351) 2612 5211
Adresse exportieren

Licht

Kunstlicht im Außenbereich ist aus dem heutigen Alltagsgeschehen nicht mehr wegzudenken.

Es vermittelt uns Sicherheit und Wohlstand. Doch bringen die Lichtemissionen der Moderne auch negative Begleiterscheinungen mit sich:



Ebenso wie Lärm und Abgase kann auch das von Außenbeleuchtungen an Straßen und Gebäuden ausgehende Licht - je nach Art, Ausmaß oder Dauer - eine erhebliche Belästigung für die Allgemeinheit oder für die Nachbarschaft darstellen.

Licht emittierende Anlagen müssen deshalb so errichtet und betrieben werden, dass schädliche Umwelteinwirkungen dem Stand der Technik gemäß verhindert oder auf ein Mindestmaß beschränkt werden.

Doch objektiv zu beurteilen, ab wann Licht als Belästigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (§ 3 Abs. 1) gilt, ist aufgrund zahlreicher subjektiver Merkmale meist schwierig. Hier hilft die Licht-Leitlinie, Lichteinwirkungen neutral und sachlich zu beurteilen. Das gilt auch für Anlagen, die nicht dem Bundesimmissionsschutzgesetz unterliegen.

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Rechtsgrundlagen

Schattenwurf von Windenergieanlagen

Windenergieanlagen verursachen an Tagen mit Sonnenschein impulsartige Schatteneffekte in ihrer Umgebung. Diese Immissionen gelten als Umwelteinwirkungen in Form von 'periodischem Schattenwurf' und werden auch 'Schlagschatten' genannt.

 

 

Der periodische Wechsel von Licht und Schatten stellt einen Sonderfall schädlicher Lichtimmissionen dar (Periodischer Schattenwurf). Daher muss ihm bereits bei der Planung von Windenergieanlagen mittels Schattenwurfprognosen Rechnung getragen werden. Nachteilige Störwirkungen durch diese Anlagen müssen an betroffenen schutzwürdigen Wohnbebauungen grundsätzlich verhindert werden.

Wir prüfen für Sie das Einhalten der Immissionsvorgaben für kleine und große Windenergieanlagen.

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Radon

Im Vogtland ist in bestimmten Gebieten ein erhöhtes Aufkommen am natürlichen radioaktiven Edelgas Radon zu verzeichnen. Ihr Ansprechpartner ist das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft.

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