Afrikanische Schweinepest

Pressemitteilung des Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramtes

Am 28.06.2017 erreichte uns offiziell die Nachricht zu einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen in Tschechien. Bei zwei tot aufgefundenen Wildschweinen wurde das Virus damals nachgewiesen.
Seit Februar 2019 ist Tschechien dank der überlegten Vorgehensweise der tschechischen Veterinärbehörden wieder frei von der Afrikanischen Schweinepest. Schon seit Anfang April 2018 meldete Tschechien keinen neuen Fall mehr. In der 10km - Sperrzone wurden alle Hausschweine getötet; Sämtliche Wildschweine wurden erlegt und nach intensiver Fallwildsuche alle aufgefundenen Wildschweinkadaver entfernt.

Am 29.07.2019 wurden wir über den ersten ASP – Ausbruch bei Hausschweinen in der Slowakei informiert. Der Ausbruchsbestand befindet sich 470m von der ungarischen und nur wenige Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Die zuständigen Behörden haben die entsprechenden Restriktionszonen eingerichtet und dort alle Hausschweine getötet. Bei den betroffenen Haltungen handelt es sich um kleine private Hinterhofhaltungen und wenige gewerbliche Haltungen mit insgesamt 318 Schweinen.

Weiterhin verzeichnen wir Fälle bei Haus- und Wildschweinen im gesamten Baltikum (außer Estland), dem östlichen Polen und in der Ukraine, in Rumänien und in Bulgarien.
Fälle ausschließlich bei Wildschweinen finden wir derzeit in Estland, Ungarn und Belgien.

Das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt des Vogtlandkreises möchte dies zum Anlass nehmen, um die Schweinehalter der Region zu sensibilisieren. Sie sollten unbedingt auf die Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen in ihren Schweinehaltungen achten. Ein Eintrag in die Hausschweinepopulation muss unbedingt vermieden werden.

Ebenso bitten wir die Jäger um erhöhte Aufmerksamkeit im Rahmen der Schwarzwildbejagung. Bitte achten Sie auf ein vermehrtes Auftreten von Fallwild (Schwarzwild). Solche Fälle sollten uns gemeldet werden, damit eine Abklärung stattfinden kann.
Eine erhöhte Aufmerksamkeit gilt auch bei Gastjagden in den betroffenen Regionen und für die Einfuhr von Jagdtrophäen aus diesen Gebieten.

Ein weiteres Risiko für die Einschleppung nach Deutschland besteht durch das Mitbringen bestimmter Lebensmittel wie zum Beispiel nicht durchgegartes Fleisch und Fleischwaren (Schinken, Salami etc.), welche von infizierten Schweinen gewonnen wurden.