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Markscheiderin / Markscheider, Anerkennung als "andere Person" beantragen

Allgemeine Informationen

Anzeigen nach § 14 nach Markscheider-Bergverordnung (MarkschBergV)

Nach dem Bundesberggesetz oder anderen Rechtsvorschriften sind bestimmte Tätigkeiten anerkannten Markscheidern vorbehalten. Wenn Sie eingeschränkt markscheiderisch tätig werden möchten, müssen Sie den Antrag auf Anerkennung als "andere Person" stellen.?[...]

Zu den Tätigkeiten, die nach dem Bundesberggesetz oder anderen Rechtsvorschriften Markscheidern nur von anerkannten Markscheiderinnen und Markscheidern durchgeführt werden dürfen, zählen beispielsweise

  • Führen des Risswerkes von Bergbaubetrieben
  • Erstellen von Lagerissen für das Bergwerkseigentum
  • Ermitteln eines neuen Einwirkungswinkels von untertägigen Bergbaubetrieben

Für die Führung von Risswerken, bei denen auf das Grubenbild verzichtet wird, können auf Antrag auch Personen mit einer abgeschlossenen markscheiderischen oder vermessungstechnischen Hochschulausbildung oder andere vermessungskundige Personen, die die unten genannten Voraussetzungen erfüllen, als "andere Person" im Sinne von § 64 Absatz 1 Satz 2 Bundesberggesetz (siehe "Rechtsgrundlage") anerkannt werden.

Wichtig! Die Anerkennung kann jeweils nur für einzelne Betriebe erfolgen, die keine untertägigen Aufsuchungs- und keine untertägigen Gewinnungsbetriebe sind.

Einheitlicher Ansprechpartner

Für dieses Verfahren können Sie den Service des Einheitlichen Ansprechpartners in Anspruch nehmen. Dieser begleitet Sie durch das Verfahren, übernimmt für Sie die Korrespondenz mit allen für Ihr Anliegen zuständigen Stellen und steht Ihnen als kompetenter Berater zur Seite.

Voraussetzungen

  • abgeschlossene markscheiderische oder vermessungstechnische Hochschulausbildung mit dem Nachweis einer anschließenden mindestens zweijährigen fachspezifischen Berufstätigkeit
    oder
  • ein anderer, vermessungstechnische Kenntnisse umfassender berufsqualifizierender Abschluss mit dem Nachweis zusätzlich erforderlicher Kenntnisse und Fertigkeiten aus einer mindestens dreijährigen fachspezifischen Berufstätigkeit
  • für die Risswerkführung erforderliche Zuverlässigkeit
  • für die Tätigkeiten zur Risswerkführung erforderliche körperliche und geistige Eignung
Hinweis: Körperlich beziehungsweise geistig ungeeignet ist beispielsweise, wer wegen eines körperlichen Gebrechens oder einer körperlichen oder geistigen Schwäche dauernd unfähig ist, die Tätigkeit einer Markscheiderin oder eines Markscheiders auszuüben.

Verfahrensablauf

  • Die Anerkennung als "andere Person" müssen Sie schriftlich beantragen.
  • Der Antrag wird im Sächsischen Oberbergamt geprüft. Sofern Sie die erforderlichen persönlichen Voraussetzungen einschließlich der erforderlichen fachlichen Kenntnisse nachweisen können (gegebenenfalls in einem persönlichen Gespräch im Sächsischen Oberbergamt) und für den Bergbaubetrieb die Voraussetzungen für die Ausnahme vom Erfordernis des Grubenbildes gegeben sind, können Sie für die Risswerkführung anerkannt werden.
  • Sie erhalten einen schriftlichen Bescheid über die Urkunde.

Erforderliche Unterlagen

  • Lebenslauf
  • Nachweise über den Abschluss der erforderlichen Ausbildungen (beispielsweise Zeugnisse oder Urkunden im Original oder als beglaubigte Kopien)
  • Nachweise über die Art und die Dauer der fachspezifischen beruflichen Tätigkeit nach dem berufsqualifizierenden Abschluss
  • amtsärztliches Gesundheitszeugnis, aus dem die körperliche Eignung für vermessungstechnische Arbeiten im übertägigen Bergbau hervorgeht
  • Erklärung, dass bei der Meldebehörde ein Führungszeugnis zur Vorlage bei der zuständigen Behörde beantragt worden ist oder Führungszeugnis, das nicht älter als sechs Monate ist

Kosten (Gebühren)

Verfahrenskosten: EUR 45,00 bis EUR 100,00

Achtung! Wenn Sie die Voraussetzungen für eine Anerkennung außerhalb der Bundesrepublik Deutschland erworben haben und daher ein zusätzlicher Prüfaufwand entsteht, wird für den Zeitaufwand für die Prüfung eine zusätzliche Gebühr erhoben.

Hinweise (Besonderheiten)

Die Arbeiten zur Risswerkführung einschließlich -beurkundung dürfen nur bis zur Vollendung des 70. Lebensjahres ausgeübt werden. Mit Vollendung des 70. Lebensjahres erlischt die Anerkennung als "andere Person" im Sinne von § 64 Absatz 1 Satz 2 BBergG.

Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

Sächsisches Oberbergamt. 13.06.2015

Eingabeaufforderung zur Ortsauswahl

(keine Ortsauswahl erforderlich)

Weiterführende Informationen

Fristen