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Schuldnerverzeichnis, vorzeitige Löschung beantragen

Allgemeine Informationen

Löschung aus dem Schuldnerverzeichnis nach § 882 e Zivilprozessordnung (ZPO)

Ein Eintrag im Schuldnerverzeichnis wird vorzeitig gelöscht, wenn der Schuldner oder die Schuldnerin gegenüber dem zentralen Vollstreckungsgericht nachweist, dass die Forderung des Gläubigers vollständig beglichen ist.

Auch wenn aus anderen Gründen die Voraussetzungen der Eintragungsanordnung nicht (mehr) vorliegen, hat das Vollstreckungsgericht über die vorzeitige Löschung zu entscheiden.

Voraussetzungen

Die Forderung des Gläubigers oder der Gläubigerin ist vollständig befriedigt.

Verfahrensablauf

Die vorzeitige Löschung aus dem Schuldnerverzeichnis beantragen Sie formlos beim zentralen Vollstreckungsgericht ("Zuständige Stelle") oder bei jedem Amtsgericht.

Hinweis: Nähere Informationen enthält das Merkblatt des zentralen Vollstreckungsgerichts.

Erforderliche Unterlagen

  • Soll die Löschung beantragt werden, weil der Gläubiger vollständig befriedigt wurde, ist dies durch geeignete Unterlagen nachzuweisen. Dabei ist zu beachten, dass dem zentralen Vollstreckungsgericht die Forderungshöhe und Angaben zu dem Gläubiger nicht vorliegen.
  • Für den Nachweis der vollständigen Befriedigung ist es daher nicht ausreichend, allein eine Quittung oder einen Zahlungsnachweis vorzulegen.
  • Zudem ist darauf zu achten, dass die Eintragungsanordnung, die gelöscht werden soll, in dem Antrag genau bezeichnet ist.

Fristen

regelmäßige Löschung der Eintragung: nach 3 Jahren

Kosten (Gebühren)

keine

Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

Sächsische Staatskanzlei, Redaktion Amt24. 25.05.2016

Zuständige Stelle

Amtsgericht Zwickau als zentrales Vollstreckungsgericht

Eingabeaufforderung zur Ortsauswahl

(keine Ortsauswahl erforderlich)