21.11.2019

Über  80.000 Fahrgäste nutzen das EgroNet-Ticket durch das Vierländereck

2018 nutzten im gesamten EgroNet-Gebiet 80.532 Fahrgäste das EgroNet-Ticket für ihre Reise, so das Fazit der 16. Mitgliederversammlung des länderverbindenden Nahverkehrssystems „EgroNet“ im Vierländereck Tschechien, Bayern, Thüringen und Sachsen.

Im Evangelischen Gemeindehaus von Schwarzenbach a.d. Saale waren Kommunalpolitiker und Nahverkehrsexperten der 15 Kooperationspartner (Städte, Landkreise und Verkehrsverbünde) sowie Vertreter der 45 Verkehrsunternehmen, die im EgroNet kooperieren zusammengekommen.

„Die gestiegenen Fahrgastzahlen zeigen, dass die Bürger gerne mit Bus, Zug und Straßenbahn fahren, um die EgroNet-Region zu erkunden. Nun ist es wichtig, dass die Elektrifizierung der Bahnstrecken nach Nürnberg und Regensburg vorangetrieben wird, um unsere EgroNet-Region wieder in den Fernverkehr zu integrieren“, betonte Rolf Keil, Landrat des Vogtlandkreises und Vorsitzender des EgroNet-Kooperationsverbundes.
Um die enge Verbindung von Nahverkehr und Tourismus drehten sich in den zurückliegenden Monaten die gemeinsamen Marketing-Maßnahmen. Zahlreichen Publikationen wie die Broschüre mit „EgroNet-Tagestouren“ oder der „Informationsflyer zum EgroNet-Ticket“ werden gemeinsam auf Veranstaltungen, Ausstellungen und Messen in der Region, aber auch überregional, angeboten. Auch ein YouTube-Kanal wird genutzt.

Martin Hurajcik, Verantwortlicher für Nahverkehr im Kreis Karlovy Vary (Karlsbad), wurde als stellvertretender Vorsitzender des Kooperationsverbundes neu gewählt und wird gemeinsam mit Rolf Keil das EgroNet leiten.

Die Mitgliederversammlung war auch in diesem Jahr verbunden mit dem „EgroNet Forum Mobilität". Im Mittelpunkt stand diesmal die Mobilität im ländlichen Raum. Vorgestellt wurden der Landbus und der Bürgerbus im Landkreis Hof, der RufBus im Vogtlandnetz 2019+  und digitale Bedarfsverkehre bei der DB Regio Bus, Region Bayern. Wichtigste Aufgabe dabei ist, das anzubieten, was sich die Bürger wünschen.

Das „EgroNet“ war als externes Projekt für die „Expo 2000“ entwickelt worden. Man kann 464 regionale Buslinien, 187 Stadtverkehrslinien und 42 Eisenbahnstrecken mit über 7.300 Haltestellen nutzen. Jeder kann im EgroNet-Gebiet von der Bahn auf Bus oder Straßenbahn umsteigen, muss aber nur einen einzigen Fahrschein lösen – das EgroNet-Ticket.