31.07.2020

Pilzberatung im Vogtlandkreis auch in diesem Jahr sehr gefragt

Ab Ende Juli zieht es bereits die ersten Pilzliebhaber in den Wald. Wenn das Wetter
feucht-warm ist, kommt es auf vielen Waldböden zu einem regelrechten Wachstumsschub vieler Speise-, aber auch Giftpilze. Deshalb ist Vorsicht geboten. Man sollte nur die Pilze mitnehmen, die man sicher kennt. Doch in diesem Jahr birgt vor allem der sog. Braune Fliegenpilz, welcher dem genießbaren Perlpilz sehr ähnlich sieht, eine große Verwechslungsgefahr. Bereits einige Vergiftungen lassen sich auf den irrtümlichen Verzehr des giftigen Pilzes zurückführen.
Was also tun, wenn man einmal unsicher ist? Hier kommen die Pilzberaterinnen und Pilzberater ins Spiel.



Im Vogtlandkreis beauftragt das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt die Pilzberater. Auf der zugehörigen Internetseite findet man alle 15 Pilzberaterinnen und Pilzberater im Vogtlandkreis sowie die Giftnotrufnummern (0361 730 73 1).

Die Tradition der sogenannten Mykologie (Pilzkunde) reicht im Vogtland bis in die 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. Im Jahr 2012 gründete sich zudem der Verein „Vogtländische Arbeitsgemeinschaft Mykologie“. Die Pilzberaterinnen und Pilzberater wenden jährlich viele Stunden für Weiterbildungen und für die Öffentlichkeitsarbeit auf. Mit ihrem umfangreichen Wissen sind sie in der Lage, vorgelegte Pilze zu bestimmen und richtig zu beurteilen.