07.11.2019

Winterdienstflotte und Mannschaft sind startklar

Auch wenn der diesjährige Winter noch auf sich warten lässt, bzw. gerade anklopft und der Winterdienst noch nicht erforderlich war, ist er Einsatzbereit.

Der Winterdienst-Einsatz wird nach der Bedeutung der Straßenklassen, zuerst die Bundesstraßen, dann die Staatsstraßen und zum Schluss die Kreisstraßen festgelegt sowie nach den Bedingungen des ÖPNV,  des Berufs- und Schülerverkehrs und der Wetterlage bis hin zur Abstimmung mit der Polizei geregelt.

Der Kontakt zur Polizei hilft, Gefahrenstellen rechtzeitig zu erkennen und vorausschauend zu handeln. Die Wetterprognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) helfen den Winterdienstverantwortlichen der Straßenmeistereien bei der Einsatzplanung.

ln Abhängigkeit von den Witterungsbedingungen sind im Schnitt  27 Mitarbeiter in den vier Straßenmeistereien (Adorf, Falkenstein, Plauen, Reichenbach) im Winterdiensteinsatz von 3 Uhr morgens bis 22  Uhr abends.

Schichtbeginn für die Frühschicht ist zwischen 03:00 Uhr und 04:00 Uhr bis 11:45 Uhr bzw. 12:45 Uhr, inklusive  45 min Pause.

Die Nachmittagsschicht startet ab 13 Uhr bis ca. 21.45 Uhr ebenfalls, inklusive 45 min Pause. Wochenendschichten und Feiertagsschichten beginnen bei Bedarf ab 5.00 Uhr und enden 21.45 Uhr. lm Bedarfsfall kann die Schicht auch länger gehen bzw. durchgängig der Winterdienst im Einsatz sein.

Den Straßenmeistereien (SM) stehen insgesamt 16 eigene kombinierte Winterdienstfahrzeuge, 21 Unternehmerfahrzeuge, 1 Miet-LKW und 2 Traktoren zur Verfügung.

Weiterhin können 4 eigene Multicars eingesetzt werden. Bei starken Schneefällen bzw. Verwehungen können insgesamt 8 Schneeschleudern bzw. -fräsen an eigenen Unimogs bzw. Unternehmerfahrzeugen angebaut werden.

Für einen reibungslosen Winterdienstablauf wurde auch dieses Jahr wieder in neue Fahrzeug-  und Gerätetechnik investiert, rund 237.000 Euro.

Für die SM Plauen wurde als Ersatzbeschaffung ein Mehrzweckgeräteträger (Unimog) beschafft sowie für die SM Reichenbach ein neuer Schneepflug.

An fünf Schneepflügen wurde eine Generalüberholung durchgeführt.

Die Durchführung des Winterdienstes erfolgt nach entsprechenden Streubereichen der jeweiligen SM.

ln der SM Adorf gibt es neun festgelegte eigene Streubereiche.

Die Länge eines Streubereiches beträgt im Durchschnitt zirka 30 km und die Zeit für einen Umlauf beträgt zirka. zwei Stunden bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 km/h.

Die SM im Vogtlandkreis haben eine Einlagerungskapazität von zirka 8.600 t Auftausalz.

lm Frühbezug wurden 5.400 t Auftausalz im Wert von 346.000 Euro beschafft. Somit sind die vorhandenen Hallen in den SM zu Beginn des Winters sehr gut gefüllt. (lm Frühbezug kostet eine Tonne Salz im Durchschnitt 64.25 Euro. Für den Winterabruf stehen den SM weitere 2.600 t Streusalz auf Abruf zur Verfügung.Der Winterabruf hat ein Auftragsvolumen von 207.000 Euro. Im Winterbezug kostet eine Tonne Salz im Durchschnitt 79,67Euro.

Mit täglichen Winterdienstmeldungen an die Fachaufsicht des LASuV NL Plauen und an das SMWA Dresden wird der Fahrzeug- und Geräteeinsatz mit dem entsprechenden Personal sowie der Salzverbrauch genau überwacht und ausgewertet.

Rückblick auf die Winterperiode 2018/2019

In der Winterdienstperiode 2018/2019 gab es im Durchschnitt 144 Einsatztage mit 77 Räumtagen und 108 Streutagen.

Der Streusalz- und Soleverbrauch lag bei insgesamt ca. 9.832 t.

Die Gesamtkosten mit Personal, Streustoffen, Fahrzeugen und Geräten sowie mit Fremdleistungen betrugen 3.022.790,07 Euro, etwa 5 Prozent mehr als in der Periode 17/18.

Was wird gemacht wenn kein Schnee liegt:

- Gehölzarbeiten

- Reinigung von Tageswassereinläufen sowie der Leitpfosten

- Einsammeln von Müll und Unrat aus den Graben- und Bankettbereichen

- bei entsprechend günstiger Witterung - Reparatur von kleineren Asphaltschäden in der

  Fahrbahn mit Einsatz von bituminösen Baustoffen

- Reparatur und Instandsetzung von Winterdiensttechnik

- Auswechslung verblichener Verkehrszeichen

- etc.

Allgemeines:

Die in der vergangenen Winterperiode eingeleiteten organisatorischen Maßnahmen in den SM, sowie die Anpassung der Vergütung der WD-Unternehmer haben sich positiv auf den Ablauf ausgewirkt. Jedoch bereitet auch weiterhin der demografische Wandel in Deutschland Probleme bei der Vorbereitung des WD-Einsatzes im Vogtlandkreis.

Jeder Kraftfahrer sollte Rücksicht auf die Winterdienstfahrzeuge nehmen und sich auf die Winterwitterungsverhältnisse frühzeitig einstellen sowie seine Fahrgeschwindigkeit der winterlichen Witterung anpassen.

Auch in der vergangenen WD-Periode wurden durch unverschuldete Unfälle Fahrzeuge und Geräte schwer beschädigt und standen für längere Zeit im Winterdienst nicht zur Verfügung.

Vorausschauendes Fahren und das Auftreten von Reif- und Glatteis sind zu beachten.

Unnötige Fahrten im Winter vermeiden sowie genügend Zeit für eine Fahrt einplanen. Rechtzeitig das Fahrzeug mit Winterausrüstung, d. h. mit entsprechenden Winterreifen etc. ausrüsten.

Das Auftreten von Reif- und Eisglätte kann nicht ausgeschlossen werden, da der Winterdienst auch bei bester Planung und Durchführung keine Garantie für den Kraftfahrer ist und nicht gleichzeitig an jeder Stelle präsent sein kann.