Erster Förderbescheid Sozialer
Arbeitsmarkt Sachsen für das Jobcenter Vogtland / 1 Million Euro zusätzlich

Kreislauf der Langzeitarbeitslosigkeit soll
durchbrochen werden

Heute konnte der für Arbeit zuständige Staatssekretär Stefan Brangs den ersten Förderbescheid der Richtlinie „Sozialer Arbeitsmarkt“ an das Jobcenter Vogtland überreichen.

„Wir wollen die gute Arbeitsmarktentwicklung nutzen, um mehr Langzeitarbeitslose in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu bringen“, erklärt Staatssekretär Brangs. Das Hauptproblem sei häufig, dass die Anforderungsprofile der Betriebe nicht mit der Qualifikation und Eignung der Menschen übereinstimmt, die Arbeit suchen.“ Je länger der Leistungsbezug andauert, umso stärker verfestige sich die Langzeitarbeitslosigkeit. „Diesen Kreislauf wollen wir durchbrechen“, so Staatssekretär Brangs weiter. „Wenn eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht unmittelbar realisierbar ist, denn ermöglichen wir soziale Teilhabe mittels öffentlich geförderter Beschäftigung. Unsere Förderrichtlinie Sozialer Arbeitsmarkt ergänzt dafür die Regelinstrumente an den notwendigen Stellen.“

Die Zuwendung für das Vogtland beträgt rund eine Million Euro.

Beide Träger des Jobcenters Vogtland, das Landratsamt und die Agentur für Arbeit begrüßen die Unterstützung des Freistaates Sachsen.

Staatssekretär Stefan Brangs (rechts) übergab an Landrat Rolf Keil, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Plauen Helga Lutz und die Geschäftsführerin des Jobcenters Vogtland Martina Kober (v.l.n.r.) den Fördermittelbescheid über eine Million Euro. Foto: Landratsamt  

„Die wirtschaftliche Entwicklung im Vogtlandkreis ist sehr gut. Angesichts des demografischen Wandels können wir dabei auf die Potentiale langzeitarbeitsloser Menschen nicht verzichten. Oftmals bedarf es für eine Integration in Arbeit jedoch intensiver Unterstützung. Dafür kommen uns die zusätzlichen Fördermittel gerade recht“, freut sich Landrat Rolf Keil über den positiven Bescheid.

„Die Reduzierung der Langzeitarbeitslosigkeit ist ein geschäftspolitischer Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit von Jobcenter und Arbeitsagentur. Der Freistaat Sachsen erhöht mit diesem Programm die Chancen unserer langzeitarbeitslosen Kunden, von der guten Arbeitsmarktlage im Vogtland zu profitieren, und unterstützt sehr wirksam die Einstellungsbereitschaft der Arbeitgeber auch diesem Personenkreis gegenüber. Die zusätzlichen Fördermittel sind eine willkommene Ergänzung zu den bereits geplanten Eingliederungsleistungen“, erläutert Helga Lutz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Plauen.

„Seit Jahren unterstützen wir arbeitssuchende Menschen in der Region neben den gesetzlichen Instrumenten auch mit innovativen Ansätzen und zusätzlichen Fördermöglichkeiten. Ich bin mir sicher, dass das neue Programm langzeitarbeitslosen Menschen im Vogtland auf vielfältige Weise helfen wird, eine neue Arbeit zu finden und ihre Hilfebedürftigkeit zu überwinden. Wir setzen dabei insbesondere auf den direkten Kontakt geeigneter Bewerberinnen und Bewerber mit interessierten regionalen Unternehmen“, blickt Martina Kober, Geschäftsführerin des Jobcenters Vogtland, voraus.

Die Förderrichtlinie Sozialer Arbeitsmarkt (SAM) enthält vier sich ergänzende Module für eine zielgenaue Förderung: Individuelles Coaching, Betriebsakquise, FAV plus (Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung) und Gemeinwohlarbeit 58plus. Bei letztgenannten können auch gemeinnützige Vereine und Kommunen in den Genuss der Fördermittel kommen. 

Insgesamt will man mit dem Programm im den kommenden beiden Jahren im Vogtlandkreis 280 Menschen in sozialversicherungspflichtige Arbeit bringen.

Mit der Förderrichtlinie Sozialer Arbeitsmarkt (SAM) geht ein weiteres neues Programm der Staatsregierung zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit in die Umsetzung. Beim Modellvorhaben Tandem SACHSEN konnten bereits Ende vergangenen Jahres die ersten Bewilligungsbescheide ausgereicht werden.