Corona-Portalpraxen im Vogtlandkreis

Stand: 19.03.2020


Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen (KVS) arbeitet mit den Helios Klinikum Plauen angestrengt an der Öffnung einer Corona Portalpraxis in Plauen auf dem Gelände der des in 650-Betten Schwerpunktkrankenhauses in privater Trägerschaft. Die Portalpraxen in den kleineren Regelkrankenhäusern am Klinikum Obergöltzsch Rodewisch und der Paracelsus Klinik Reichenbach arbeiten bereits angestrengt. In Rodewisch und Reichenbach hat man angesichts der Lage schnell reagiert und individuelle Lösungen gefunden welche die Gefahr einer Eintragung der Covid-19 Virusinfektion in die Notaufnahmen oder den klinischen Bereich verhindert. Das Klinikum Obergöltzsch Rodewisch und auch die Paracelsus Klinik Reichenbach suchten die Lösung aus eigener Kraft und mit eigenen Mitteln und eigenen Personal. Das Klinikum Obergöltzsch bietet bereits seit vergangener Woche in einem isolierten Bereich der Notfallambulanz mit gesondertem Zugang sowohl eine telefonische Beratung als auch eine Behandlungsambulanz mit Untersuchungsmöglichkeiten und einer sog. Drive In Abstrichmöglichkeit an. Am Helios Klinikum Plauen wird die Praxis durch die KVS finanziert und ausgestattet. Der Praxisbetrieb soll durch die niedergelassenen Ärzte des Bereitschaftsdienstbereiches Plauen abgesichert werden.

In den Portalpraxen soll insbesondere den Patienten unkompliziert geholfen werden, die bei begründeten Verdacht auf eine Covid-19 Infektion und Erkrankungssymptomen keinen Termin bei ihrem Hausarzt wegen Überlastung der Praxis bekommen oder dort nicht behandelt werden können. Der leitende Chefarzt des Klinikums Obergöltzsch hat dazu eine klare Position: „ Es geht darum erkrankten Patienten unkompliziert und schnell zu helfen. Die Hausärzte sind überlastet. Erkrankte brauchen Hilfe und wollen behandelt werden. Wir müssen den Klinikbereich schützen und müssen verhindern, dass infizierte Patienten Notaufnahmen und Klinikbereiche lahm legen. Daher haben wir schnell nach einer Lösung gesucht!“

Für das obere Vogtland wird angestrengt durch die Landkreisverwaltung nach einer Lösung gesucht. Gemeinsam mit dem Rettungszweckverband und der Paracelsusklinik Adorf/Schöneck soll auch hier für die Region eine Anlaufstelle für begründete Verdachtsfälle eingerichtet werden.

Die Corona Portalpraxen behandeln Patienten, die in den Hausarztpraxen nicht versorgt werden. In der Regel vermitteln die Hausärzte oder der Bereitschaftsdienst der Kassenärzte (Tel. 116 117) die Bürger in die Praxen. Zu empfehlen ist eine telefonische Voranmeldung durch die Patienten, da bereits auf diesem Wege häufig gestellte Fragen abgeklärt werden können und unnötiger Kontakt vermieden wird. Behandelt und getestet werden begründete Covid-19 Verdachtsfälle. Das sind Patienten mit Erkrankungssymptomen, Rückkehrer aus einem Risikogebiet oder Patienten mit Kontakt zu einem Covid – 19 Infizierten. Ausschlaggebend sind hier die Empfehlungen des RKI welche auf Bundesebene gelten und strikt eingehalten werden müssen. Die Portalpraxen sind keine Untersuchungs- oder Teststelle für nicht Erkrankte. Unbegründeten Wünschen nach einem Test kann aus Kapazitätsgründen nicht entsprochen werden.