Inhalt

Verwaltungsleistungen

Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur", Investitionszuschuss beantragen (GRW-Investitionszuschuss) (SAB)

Allgemeine Informationen

Antrag auf Gewährung öffentlicher Finanzierungshilfen für kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft im Rahmen der regionalen Wirtschaftsförderung, Nr. 05041

Gemeinsam unterstützen Bund und Länder Vorhaben der gewerblichen Wirtschaft (einschließlich der Tourismuswirtschaft), die einer ausgewogenen Infrastruktur zugutekommen. Für Investitionsvorhaben Ihres Unternehmens, mit denen Sie neue Arbeitsplätze schaffen oder vorhandene Arbeitsplätze dauerhaft sichern, können Sie im Rahmen dieses Förderprogrammes Zuschüsse beantragen.

Aktuelle Hinweise zur GRW-Förderung ab 2022

Das sächsische Kabinett hat am 31. Mai 2022 die Neufassung der GRW RIGA beschlossen. Diese gilt für alle Bewilligungen ab dem 1. Januar 2022.

Wichtigste Änderungen

  • Einteilung Sachsens in C-Fördergebiete und D-Fördergebiete sowie eine regionale Differenzierung der Höchstfördersätze gemäß der seit 01.01.2022 gültigen neuen GRW-Fördergebietskarte
  • Darlegung mit Antragstellung, welche Aspekte ökologischer Nachhaltigkeit in der geförderten Betriebsstätte/dem geförderten Vorhaben Berücksichtigung finden

Welche Vorhaben können gefördert werden?

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU):

  • Errichtung einer Betriebsstätte
  • Ausbau der Kapazitäten einer bestehenden Betriebsstätte
  • Diversifizierung (Sortimentsausweitung) der Produktion
  • grundlegende Änderung des gesamten Produktionsverfahrens einer bestehenden Betriebsstätte
  • Erwerb eines Betriebes, der stillgelegt oder von Stilllegung bedroht ist, im Falle kleiner Unternehmen einschließlich des Erwerbs einer Betriebsstätte durch Familienangehörige oder ehemalige Beschäftigte
  • Investitionen zur Modernisierung des Produktionsprozesses
  • Investitionsvorhaben, die das Unternehmen in die Lage versetzen, über die nationalen und Unionsnormen für den Umweltschutz hinauszugehen oder bei Fehlen solcher Normen den Umweltschutz verbessern

Große Unternehmen (Nicht-KMU):

  • Errichtung einer Betriebsstätte
  • Diversifizierung der Tätigkeit einer bestehenden Betriebsstätte, sofern die neue Tätigkeit nicht dieselbe oder eine ähnliche Tätigkeit, wie die früher in der Betriebsstätte ausgeübte Tätigkeit ist
  • Erwerb eines Betriebes, der stillgelegt oder von Stilllegung bedroht ist
  • Investitionsvorhaben kleiner und mittlerer Unternehmen als Allgemeine De-minimis-Beihilfe

Bauliche und technische Investitionen sind einer Nachhaltigkeit verpflichtet, die die betriebswirtschaftlichen Erfordernisse mit den Anforderungen an eine energieeffiziente und ressourcenschonende Investition, möglichst niedrige umweltschädliche Emissionen (Treibhausgase und anderes) oder eine Anpassung an unvermeidbare Folgen des Klimawandels beziehungsweise eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegenüber Klima- und Umweltrisiken in Einklang bringt.

Förderfähige Investitionsvorhaben gemeinnütziger außeruniversitärer wirtschaftsnaher Forschungseinrichtungen:

  • Errichtung oder Ausbau von Forschungsinfrastrukturen

Konditionen

Art der Förderung:
nicht rückzahlbarer Zuschuss (Anteilsfinanzierung)

Höhe

Die Höhe Ihres individuellen Fördersatzes ist unter anderem von Ihrem Investitionsvorhaben, der anzuwendenden beihilferechtlichen Grundlage, Ihrem Investitionsort (Zugehörigkeit Fördergebiet) und der Erfüllung ökologischer Nachhaltigkeitskriterien abhängig (siehe Weiterführende Informationen).

 

Für Investitionsvorhaben gemeinnütziger außeruniversitärer wirtschaftsnaher Forschungseinrichtungen liegt der Förderhöchstsatz bei 50 % (Investitionsbeihilfen für Forschungsinfrastrukturen).

(Details: siehe Förderbaustein / Programmseite der SAB)

  • Die Kombination mit einem GRW-Förderdarlehen ist möglich.
  • Der Gesamtumfang ist vom Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel begrenzt.
  • Ein Rechtsanspruch auf die Förderung besteht nicht.

Voraussetzungen

Antragsberechtigte

Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (einschließlich Tourismuswirtschaft) und gemeinnützige außeruniversitäre wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen, die folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Sitz des Unternehmens beziehungsweise der zu fördernden Betriebsstätte in Sachsen oder aber die bestehende Absicht, eine Betriebsstätte in Sachsen zu unterhalten
  • überregionaler Absatz
  • Investitionsvolumen: bei Investitionsvorhaben in den Landkreisen des Freistaats Sachsen mindestens EUR 50.000 und in allen anderen Fällen mindestens EUR 70.000
  • mindestens 25 % beihilfefreier Eigenbeitrag zur Finanzierung (davon mindestens 10 % Eigenmittel)
  • Schaffung mindestens eines neuen Dauerarbeitsplatzes oder Sicherung der vorhandenen Dauerarbeitsplätze
  • Das Unternehmen beziehungsweise das Investitionsvorhaben muss einen Beitrag zur ökologischen Nachhaltigkeit leisten.

Die geförderten Wirtschaftsgüter und Arbeitsplätze müssen nach Abschluss des Investitionsvorhabens für mindestens weitere fünf Jahre in der geförderten Betriebsstätte verbleiben beziehungsweise besetzt sein.

Grundsätzlich von der Förderung ausgeschlossen

  • Unternehmen in Schwierigkeiten entsprechend der Definition Artikel 2 Nr. 18 AGVO, mit Ausnahme von Beihilfen zur Bewältigung der Folgen von Naturkatastrophen
  • Unternehmen, deren Gesellschafter zu mehr als 50 % Banken, Versicherungen, Bund, Land oder Kommunen sind
  • Unternehmen aus bestimmten Branchen (siehe Anlage 1 der Förderrichtlinie)

Darüber hinaus können nicht gefördert werden:

  • Kosten des Grundstückserwerbs
  • Ersatzbeschaffung von Wirtschaftsgütern
  • Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten von Fahrzeugen
  • in der Regel gebrauchte Wirtschaftsgüter
  • geringwertige Wirtschaftsgüter, welche im Sinne von § 6 Abs. 2 EStG im Anschaffungsjahr in voller Höhe abgeschrieben werden 
  • Investitionen in nicht betriebsnotwendige Einrichtungen
  • Bauzeitzinsen
  • gemietete und geleaste bewegliche Wirtschaftsgüter, deren Miet- oder Leasingvertrag nicht den Erwerb des Wirtschaftsgutes vorsehen
  • Wirtschaftsgüter, die aufgrund eines Sale-and-Rent-back-Vertrages oder eines Sale-and-Lease-back-Vertrages angeschafft werden
  • Investitionen in bestimmten Betriebsstätten (s. Anlage 1 der Förderrichtlinie)

Hinweis: Weitere Voraussetzungen und Einschränkungen für die Förderung entnehmen Sie dem SAB-Förderportal.

Verfahrensablauf

Sie können als ersten Schritt vor der Antragstellung das Beratungsangebot der SAB nutzen.

  • Erarbeiten Sie ein Unternehmenskonzept für Ihr Vorhaben.
  • Mit Ihrer Hausbank klären Sie anschließend die Gesamtfinanzierung.
  • Beantragen Sie die Förderung mit dem vorgeschriebenen Vordrucken und erforderlichen Unterlagen bei der SAB.
  • Die SAB prüft Ihren Antrag und gibt Ihnen umgehend Bescheid, ob und in welcher Höhe Ihnen eine Förderung gewährt wird.

Erforderliche Unterlagen

  • ausgefüllte Antragsvordrucke
  • Dokumente und Nachweise

Details zu den Unterlagen entnehmen Sie dem Antragsvordruck.

Fristen

  • Der Förderantrag muss vor Beginn des Investitionsvorhabens gestellt werden.

Achtung! Als Beginn gilt bereits der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Liefer- oder Leistungsvertrages.

Kosten (Gebühren)

keine

Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

Sächsische Staatskanzlei, Redaktion Amt24, mit freundlicher Unterstützung durch die Sächsische Aufbaubank - Förderbank - (SAB). 08.07.2022

Weiterführende Informationen