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Automatisierter Datenabgleich

Um zu vermeiden, dass Wohngeld rechtswidrig in Anspruch genommen wird, sind die Wohngeldbehörden berechtigt, die Angaben aller bei der Berechnung des Wohngeldes berücksichtigten Haushaltsmitglieder durch einen automatisierten Datenabgleich zu überprüfen.

Dabei geht es insbesondere darum, zu ermitteln, ob

  • Wohngeld mehrfach bezogen wird,
  • zum Ausschluss von Wohngeld führende Transferleistungen nach dem SGB II oder dem SGB XII bezogen werden,
  • die Angaben zum Einkommen (aus: Kapitalerträgen, Einkommen durch versicherungspflichtige Tätigkeit oder Minijob, gesetzlicher Renten- und Unfallversicherung) zutreffend sind.

Ergeben sich aus dem automatisierten Datenabgleich Anhaltspunkte für eine Sachlage, die vom Wohngeldantrag abweicht, ist die Wohngeldbehörde verpflichtet, diese Umstände aufzuklären. Die Wohngeldbehörde wird sich dazu mit der antragstellenden Person in Verbindung setzen. Die Antragstellenden sind verpflichtet, bei der Aufklärung des Sachverhaltes mitzuwirken.

Der Wohngeldbehörde ist es zur Klärung des Sachverhaltes auch gestattet, sich mit dem Arbeitgeber oder den die Kapitalerträge auszahlenden Stellen (zum Beispiel Banken) in Verbindung zu setzen.

Aktueller Hinweis aufgrund der Coronavirus-Epidemie

Zur Wahrung der Antragsfrist können Sie bei Ihrer Wohngeldstelle (Landratsamt bzw. Stadtverwaltung, siehe oben -> Zuständige Stelle) Wohngeld vorab - ohne ausgefüllten Vordruck - formlos per E-Mail oder per Telefon beantragen. Geben Sie dabei in jedem Fall an:

  • das Datum der Antragstellung
  • Ihren Namen, Vornamen und Ihre aktuelle Anschrift
  • den genauen Wohnraum, für den Sie Wohngeld beantragen(z. B.: Ich beantrage Wohngeld für meine im EG/ 1. OG / 2. OG etc. gelegene Wohnung / mein Eigenheim in ... Angabe der Anschrift ... .)

Das vollständig ausgefüllte Formular reichen Sie bitte schnellstmöglich nach.

Bewilligt wird Wohngeld im Regelfall für zwölf Monate. Im Anschluss benötigt die Wohngeldstelle von Ihnen einen neuen Antrag (Weiterleistungsantrag).

Hinweis zum Weiterleistungsantrag:

Steht Ihnen aufgrund von Einschränkungen durch die Coronavirus-Epidemie das vorgeschriebene Antragsformular nicht zur Verfügung, können Sie bei gleichbleibenden Verhältnissen (keine Änderungen bei Miete, Einkommen, Anzahl der Haushaltsmitglieder) die Weiterleistung von Wohngeld ausnahmsweise formlos beantragen. Geben Sie auf dem Antrag neben Ihren persönlichen Daten (Namen, Anschrift) mindestens an:

  • Miethöhe
  • Zahl der Haushaltsmitglieder und
  • Einkommenshöhe