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Ich möchte ehrenamtlich bei einer Vereinsveranstaltung bei der Essensausgabe mitwirken. Muss ich ein Gesundheitszeugnis vorweisen?

Grundsätzlich benötigen alle Personen, die gewerbsmäßig Tätigkeiten im Umgang mit Lebensmitteln ausüben, vor erstmaliger Aufnahme ihrer Tätigkeit eine Belehrung. Diese Verfahrensweise ist für ehrenamtlich tätige Vereinsmitglieder und ähnliche Helfer, die diese Tätigkeiten nicht regelmäßig und gewerbsmäßig, sondern nur im Rahmen von einmaligen – auch öffentlichen – Veranstaltungen wie Vereinsfesten, Straßenfesten, Sommerfesten und dergleichen ausüben, nicht immer praktikabel und sinnvoll.

Das heißt, in diesen Fällen, bei Personen mit Tätigkeiten außerhalb des wirtschaftlichen Verkehrs nur an wenigen Tagen im Jahr, kann auf die im § 43 geforderte Belehrung durch das Gesundheitsamt verzichtet werden. Gleichwohl müssen die Anforderungen des § 42 Infektionsschutzgesetz erfüllt werden, um den Schutzzweck dieser Vorschrift umzusetzen. In Vereinen hat grundsätzlich der Vereinsvorsitzende für die Einhaltung der Bestimmungen zu sorgen und sollte zweckmäßigerweise selbst im Besitz einer Bescheinigung über die Belehrung nach § 43 des IfSG durch das Gesundheitsamt sein.

Die ehrenamtlichen Helfer müssen für die jeweilige Veranstaltung durch den Vereinsvorsitzenden oder sonstigen Inhaber der Gestattung beziehungsweise eine durch ihn beauftragte Person aktenkundig über die in § 42 IfSG genannten Tätigkeits- und Beschäftigungsverbote belehrt werden. Ein Merkblatt für eine solche Belehrung finden Sie als Muster bzw. Kopiervorlage hier.