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Fallen innerhalb von zehn Jahren von derselben Person mehrere Erwerbe an, werden diese für die Ermittlung der Erbschaft- oder Schenkungsteuer zusammengerechnet.

Soweit der nachfolgende Erwerb jedoch außerhalb dieses Zeitraums erfolgt, werden die Freibeträge erneut gewährt. Um die gesetzlichen Freibeträge voll auszunutzen, können Sie Schenkungen im Wege der vorweggenommenen Erbfolge vornehmen. Hierfür empfiehlt sich bei entsprechendem Vermögen, alle zehn Jahre eine relevante Summe bereits vorab an spätere Erben zu übertragen.

Sie sollten allerdings sogenannte "Kettenschenkungen" vermeiden. Eine Kettenschenkung liegt vor, wenn zum Beispiel zuerst eine Vermögensübertragung durch den Vater auf die Mutter erfolgt, unter der Auflage des Vaters, dass die Mutter dieses Vermögen dem Sohn übertragen muss. Die Weiterleitung an den Sohn kann das Finanzamt als Umgehungsversuch bewerten. Damit wäre die Steuerfreiheit der Schenkung in Höhe des Freibetrags gefährdet. Daher sollte eine Verpflichtung zur Weiterleitung des Vermögens unterbleiben.