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Fahrerlaubnis aus einem EU-/EWR-Staat

Eine Fahrerlaubnis aus einem EU- oder EWR-Staat berechtigt zum Führen von Kraftfahrzeugen in Deutschland, auch nach Begründung eines ordentlichen Wohnsitzes, sofern keine sogenannten Negativmaßnahmen gegen den Fahrerlaubnisinhaber in Deutschland vorliegen.

Wenn Sie dennoch eine deutsche Fahrerlaubnis haben möchten, erhalten Sie diese grundsätzlich unter erleichterten Bedingungen. Es bedarf weder eines Nachweises der körperlichen und geistigen Eignung noch eines Nachweises über die Unterweisung in lebensrettenden Sofortmaßnahmen/Ausbildung in erster Hilfe.

Auch eine Fahrschulausbildung mit anschließender Befähigungsprüfung ist für die Erteilung einer deutschen Fahrerlaubnis nicht erforderlich.

Fahrerlaubnis aus einem Nicht-EU-/EWR-Staat

Eine deutsche Fahrerlaubnis wird unter bestimmten Voraussetzungen ohne erneute Befähigungsprüfung erteilt, wenn der Ausstellerstaat in der Staatenliste in Anlage 11 der Fahrerlaubnis-Verordnung aufgeführt ist.

Schüler und Studierende in den USA

Fahrerlaubnisse, die während eines Schul- oder Studienaufenthaltes in den USA erworben wurden, können nur dann in eine deutsche Fahrerlaubnis unter erleichterten Bedingungen umgetauscht werden, wenn sie zum Zeitpunkt der Antragstellung gültig sind und in Anlage 11 der Fahrerlaubnis-Verordnung gelistet sind.

Einige US-Bundesstaaten begrenzen die Gültigkeit des Führerscheins bis zum Zeitpunkt der Ausreise. Sofern dies der Fall ist, kann eine Antragstellung in Deutschland während des Aufenthaltes in den USA auch durch einen schriftlich bevollmächtigten Vertreter (zum Beispiel die Eltern) erfolgen. Dabei muss beachtet werden, dass die oder der Bevollmächtigte bei der Antragstellung den US-Führerschein in Kopie vorlegen muss.