Inhalt
  • Wohnung, berufliche Niederlassung oder überwiegende Berufsausübung im Freistaat Sachsen
  • Berufsausübung
    • nach Studienabschluss in der Regel 2 Jahre praktische Tätigkeit in den wesentlichen Berufsaufgaben Ihrer Fachrichtung oder
    • erfolgreiche Absolvierung eines Berufspraktikums oder Baureferendariats
  • mindestens 5 Weiterbildungsveranstaltungen in der jeweiligen Fachrichtung nach Studienabschluss innerhalb der letzten 3 Jahre
  • im Falle der selbstständigen Tätigkeit: ausreichende Haftpflichtversicherung

Weitere Voraussetzungen, abhängig von Art und Herkunft des Ausbildungsnachweises / der Berufsqualifikation:

Ausbildungsnachweis - Inland

  • Studienabschluss in der entsprechenden Fachrichtung von min. 8 Semestern Regelstudienzeit an einer deutschen Hochschule, der die inhaltlichen Anforderungen nach dem Sächsischen Architektengesetz erfüllt
    • Studienanforderung Architektur
    • Studienanforderung Innenarchitektur
    • Studienanforderung Landschaftsarchitektur
    • Studienanforderung Stadtplaner
      Anlage 1 zu § 5 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 SächsArchG

Ausbildungsnachweis / Berufsqualifikation - EU-Mitgliedstaaten oder diesen gleichgestellte Staaten

  • Ausbildungsnachweis / Berufsqualifikation, der oder die in einem EU-Mitgliedsstaat oder diesen gleichgestellten Staaten zur Aufnahme und Ausübung des Berufes des Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten oder Stadtplaners berechtigt
  • Feststellung der Architektenkammer Sachsen, dass in bestimmten Punkten keine wesentlichen Unterschiede zu den gesetzlich festgelegten Eintragungsanforderungen bestehen

Bei Ausübung des Berufes als Architekt, Innenarchitekt, Landschaftsarchitekt oder Stadtplaner aus einem oder mehreren EU-Mitgliedstaaten beziehungsweise diesen gleichgestellten Staaten, in denen der jeweilige Beruf nicht reglementiert ist:

  • Nachweis der Berufsausübung über eine Dauer von min. 1 Jahr oder eine entsprechende Gesamtdauer in Teilzeit während der vorhergehenden 10 Jahre
  • Anerkennung durch die Architektenkammer Sachsen, dass in bestimmten Punkten keine wesentlichen Unterschiede zu den gesetzlich festgelegten Eintragungsanforderungen bestehen

Ausschließlich bei der Berufsbezeichnung "Architekt" kann

  • eine automatische Anerkennung erfolgen, wenn die Voraussetzungen der EU-Berufsanerkennungsrichtlinie (RL 2005/36/EG) vorliegen, z.B. nach Art. 21 und 46 in Verbindung mit Anhang V Nummer 5.7.1. oder einer anderen Regelung oder
  • die Berechtigung zum Führen dieser Berufsbezeichnung gemäß den Anforderungen des Art. 48 der Berufsanerkennungsrichtlinie gegeben sein

Ausbildungsnachweis - andere Staaten

  • Ausbildungsnachweis, den die Architektenkammer Sachsen als gleichwertig mit den jeweils erforderlichen inländischen Studienanforderungen anerkannt hat (Feststellung der Gleichwertigkeit)

Für Antragstellende mit einer Berufsqualifikation aus einem EU- Mitgliedstaat oder einem diesem gleichgestellten Staat oder für Spätaussiedler

Für den Fall, dass die Gleichwertigkeit Ihrer Berufsqualifikation nicht festgestellt werden konnte beziehungsweise wesentliche Unterschiede in der Berufsqualifikation festgestellt worden sind, besteht für Sie - nach den Vorgaben des SächsArchG - die Möglichkeit, bestimmte Ausgleichsmaßnahmen (Eignungsprüfung, Anpassungslehrgang) durchführen zu können.