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Stichtag 01.01.

Die Grundsteuer wird als Jahressteuer festgesetzt. Entscheidend sind dabei die Verhältnisse am 01.01. des Jahres.

Wird beispielsweise im Oktober 2021 ein unbebautes Grundstück erworben und dann mit einem Einfamilienhaus bebaut, das im Juni 2022 fertiggestellt wird, muss der Steuerschuldner (grundsätzlich der Eigentümer)

  • 2022 die Grundsteuer für das unbebaute Grundstück (maßgeblich ist der 01.01.2022) und
  • ab 2023 die Grundsteuer für das mit dem Einfamilienhaus bebaute Grundstück (maßgeblich ist der 01.01.2023)

entrichten.

Die Festsetzung, Änderung oder Aufhebung des Grundsteuermessbetrages sowie der Grundsteuer ist bis zu vier Jahre rückwirkend möglich.

Fälligkeit und Vorauszahlung

In der Regel wird die Grundsteuer fällig am:

  • 15.02., 15.05., 15.08. und 15.11. zu je einem Viertel
  • 15.02. und 15.08. je zur Hälfte, wenn die Jahressteuer über EUR 15,00 und bis EUR 30,00 beträgt
  • 15.08. als Gesamtbetrag bei einer Jahressteuer bis EUR 15,00

Abweichend von diesen Fälligkeiten können Sie die jährliche Grundsteuer als Gesamtbetrag zum 01.07. entrichten. Den Antrag reichen Sie bis zum 30.09. des Vorjahres bei der zuständigen Behörde ein.

Die Fälligkeitstermine sind im letzten Grundsteuerbescheid ausgewiesen.

Zu den jeweils festgelegten Fälligkeitstagen sind bis zur Bekanntgabe eines neuen Steuerbescheids Vorauszahlungen auf Basis der zuletzt festgesetzten Jahressteuer zu entrichten. Die Vorauszahlungen werden bei Erlass eines geänderten Grundsteuerbescheides entsprechend verrechnet.