Inhalt

Die Einsicht in das zentrale Schuldnerverzeichnis erfolgt ausschließlich online über das gemeinsame Vollstreckungsportal der Länder:

  • Registrieren Sie sich online und legen Sie Ihr berechtigtes Interesse an der Einsicht dar.
  • Nach Erhalt der Zugangsdaten können Sie die Abfrage starten (kostenpflichtig).
  • Geben Sie mindestens die folgenden Suchkriterien an:
  • Name und Vorname oder die Firma des Schuldners und
  • den Sitz des zuständigen zentralen Vollstreckungsgerichts oder den Wohnsitz oder das Geburtsdatum des Schuldners oder der Ort, an dem der Schuldner seinen Sitz hat. 

Auskunft aus Schuldnerverzeichnissen vor dem 01.01.2013

Um eine Auskunft aus den Schuldnerverzeichnissen der Amtsgerichte mit Eintragungen vor dem 01.01.2013 zu erhalten, suchen Sie das für den Wohnort des Schuldners zuständige Amtsgericht  persönlich auf oder stellen formlos einen schriftlichen Antrag per Fax oder Brief (kein Zugang von E-Mails). Der Antrag muss folgende Angaben enthalten:

  • Anliegen (Auskunft, Abdruck, Abschrift des Vermögensverzeichnisses)
  • genauer Verwendungszweck
  • Daten der Person, über die Auskunft gewünscht wird - insbesondere Namen und Adresse
  • eigene Angaben (Name, Adresse der oder des Antragstellenden)

Aus besonderem Grund, wie etwa zur gewerberechtlichen Prüfung der persönlichen Zuverlässigkeit, stellt das Amtsgericht auf Antrag auch eine Bescheinigung dazu aus, dass keine Eintragungen in dem bisherigen Schuldnerverzeichnis zu einem Schuldner vorliegen.

Laufender Bezug von Abdrucken

Kammern, Berufsverbänden und Betreibern bundesweiter Schuldnerverzeichnisse gestatten die Gerichte, fortlaufend Abdrucke aus den Schuldnerregistern zu beziehen (Schuldnerlisten). Auch andere Antragsteller können den laufenden Bezug von Abdrucken beantragen, wenn ihrem berechtigten Interesse durch Einzeleinsicht in die Länderschuldnerverzeichnisse oder durch den Bezug von Listen über die Kammern nicht hinreichend Rechnung getragen werden kann.

Abschrift des Vermögensverzeichnisses

Zur Einsichtnahme in Vermögensverzeichnisse sind seit dem 01.01.2013 grundsätzlich nur noch Gerichtsvollzieher, Vollstreckungsbehörden und andere staatliche Stellen berechtigt. Wenn eine erneute Vermögensauskunft durch den Gläubiger nicht verlangt werden kann, kommt die Einsicht in ein nach altem Recht vorliegendes Vermögensverzeichnis in Betracht.

Zuständig ist das Amtsgericht am Wohnort des Schuldners.