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12. Juni 2015
Anspruchsvolle Endspurt auf der Hortenbaustelle - Konkreterer Zwischenstand wird im August erwartet

Konkreterer Zwischenstand wird im August erwartet.

Ob der für den 29. Januar 2016 festgelegte Fertigstellungstermin zu halten ist, wird konkreter erst im Ergebnis von Verhandlungen mit den beteiligten Baufirmen feststehen. Verlässlicher können wir uns im August äußern, so Kreisbaumeister Henry Seifert. Noch hält er am gültigen Zeit- und Kostenplan fest, aber es wird sehr schwer, sagt er.

Horten steht zu Beginn jeder Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Bau, Vergabe und Landwirtschaft auf der Tagesordnung. Auch die Kreistagssitzung am 18. Juni begann mit diesem Thema (nach Redaktionsschluss). Seit den mit vielen Problemen gleich zu Baubeginn auf der Baustelle eingetretenen Bauverzug von 22 Monaten wurde und wird der Druck nicht weniger - im Gegenteil.

Mit fast allen Firmen sei man raus aus dem Bauzeitplan und aus den ursprünglichen Vertragsverhältnissen, macht Seifert deutlich. Was schon fertig sein sollte, steht eigentlich noch an, die Kapazitäten können nicht voll ausgeschöpft und das Tempo muss immer wieder angepasst werden, was laufen sollte kommt ins Stocken, weil der Vorlauf fehlt. Es kommt sprichwörtlich "eins zum anderen". Das heißt abstimmen, verhandeln, motivieren, ein- oder neuordnen spricht Seifert von einer tagtägliche Sysyphusarbeit. Hinzu kommt der Ausfall des langzeiterkrankten Bauleiters, der von Beginn an die Baustelle wie aus seiner Westentasche kannte. Vieles ist genau von diesen Wissen abhängig, weiß Seifert wie schwer es ist, sich in diese Komplexität hinein zu fuchsen. Inzwischen ist ein zweiter Bauleiter gefunden, der sich in die Materie einarbeiten muss, um den Kraftakt mit zu bewältigen.

Da ist Teamarbeit das A und O, schließt Seifert seine eigene Mannschaft und die Arbeit der Projektsteuerer mit ein. Und es ist von Vorteil, gute einheimische Baufirmen gebunden zu haben, wo schon aufgrund der kurzen Wege und des Bemühens und Mitziehen-Wollens das maximal Machbare erzielt werden kann. Trotz allem bleibt die nüchterne Bilanz vom letzten UBVL, dass man in allen vier Bauteilen dem Zeitplan hinterher hinkt. Der Auftragsstand liegt bei rund 36,7 Mio Euro und damit 89,3 % der Gesamtkosten. Sechs Lose sind mit dem verbleibenden Budget von 2,58 Mio Euro noch auszuschreiben. Doch jede Bauzeitverlängerung kostet Geld, wieviel - auch das wird gegenwärtig mit bewertet.

Parkhaus-Entscheidung trifft der Kreistag am 18. Juni 2015

Im Kreisausschuss am 11.Juni wurde der für diese Sitzung geplante Vergabebeschluss von der Tagesordnung genommen. Zu den Gründen informierte Kreisbaumeister Henry Seifert. Für die ausgeschriebene Leistung haben acht Bieter die Unterlagen abgefordert. Zur Submission wurden zwei Angebote geprüft. Beide Summen liegen über der Grenze, die der Kreisausschuss beschließen kann. Daher fallen sie in die Kompetenz des Kreistages, auf dessen Tagesordnung am 18. Juni die Vorlage aufgenommen wurde. Im Parkhaus sind 218 Stellplätze vorgesehen. Die Kreistagssitzung fand nach Redaktionsschluss statt. Das KJ informiert dazu im Juli.