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15. August 2013
Horten Umbau dauert länger - bleibt aber im vom Kreistag vorgegebenen Kostenrahmen - UBV-Ausschuss wird zu jeder Sitzung öffentlich zum Baustand informiert

UBV-Ausschuss wird zu jeder Sitzung öffentlich zum Baustand informiert.

Der Ausschuss Umwelt, Bau, Vergabe und Landwirtschaft des Kreistages befasst sich in jeder öffentlichen Sitzung mit dem "Bautenstand Horten". Das hatte der Landrat in der Konsequenz des eingetretenen Bauverzuges von 22 Monaten festgelegt und damit die Kontrollzügel für Planer, Architekten und Bauleitung weiter angezogen. Im letzten Kreistag sprach Architekt Wulff zum Stand. Auch zum jüngsten Ausschuss stellte Stefan Scharfschwerdt vom beauftragten Projektsteuerungsbüro den Stand, Termine, Kosten, Risiken vor.

Der Ausbau ist in vier Bauteile gegliedert: Den denkmalgeschützten Altteil am Postplatz (Vorderfront), den entkernten Altteil an der dahinterliegenden Forststraße sowie die davon links und rechts entstehenden Neubauteile.

Abgeschlossen ist der komplette Abbruch. Hierbei entstanden erhebliche Mehrkosten. Dazu zählt u.a. die Beseitigung von Schadstoffen, Altlastenentsorgung, zusätzliche Baugründungsarbeiten und festgestellte Konstruktionsabweichungen zum Bestand. Die den Kreisräten im Detail begründeten Mehraufwendungen belaufen sich bis jetzt auf 3,9 Millionen Euro. Bislang wurden sie durch Ausschreibungserfolge und Einsparungen soweit aufgefangen, dass die Kosten im vom Kreistag vorgegebenen Budget bleiben. Die dreiprozentige Sicherheitsrücklage ist unangetastet. Um den Kostenrahmen zu halten, wird der Vogtlandkreis dem Freistaat an seine für die Altbausanierung gewährte Fördermittelzusage erinnern. Auch für die unabwendbaren Mehrkosten wird ein Förderantrag gestellt. Dieser wurde im August an den Fördermittelgeber übergeben.

Bislang sind Leistungen in Höhe von knapp 24 Millionen Euro beauftragt. Das entspricht einem Auftragsstand von 66,9 Prozent von den Gesamtkosten, dies mit 35,76 Millionen Euro beziffert sind.

Ausgeführt werden derzeit Putz- und Maurerarbeiten. Es läuft die Vorproduktion der Holzfenster, die Dachsanierung sowie die Arbeiten an der Natursteinfassade. Sichtbar sind Stahlbetonarbeiten an der Forststraße, der Einbau der Saaldecke, die Bewehrung der Stützen im dritten Obergeschoss sowie Gründungsarbeiten am Neubauteil Ecke Forststraße/Rädelstraße. Von den Projektsteuerern sind alle Bauteile terminiert und die Fertigstellung des Baus wird mit Ende Januar 2016 angegeben.

Es sind noch 19 Lose im Wert von 7,5 Millionen Euro auszuschreiben und zu vergeben. Das immer wieder besagte Kostenrisiko und unbekannte Herausforderungen nebst der dafür notwendigen Umplanungen bleiben. Das Projektsteuerungsbüro werde nach eigener Aussage mit scharfen Auge die Kosten im einzelnen überwachen und versuchen gegenzusteuern.

In der Sitzung gab es zwei weitere Beschlüsse:

Die Kreisräte bestätigten 257.000 Euro Mehrkosten für zusätzliche Sanierungsarbeiten, um die Öl-Altlast zu beseitigen. Über die Aufteilung der Kosten verhandelt das Landratsamt mit der Stadt Plauen als Veräußerer der Immobilie. Weitere Mehrkosten von 29.000 Euro für eine verbesserte Barrierefreiheit wurden ebenfalls bestätigt. Geänderte technische Richtlinien haben dies bewirkt. Die Abstimmung erfolgte mit dem kreislichen Behindertenbeirat.