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12. Dezember 2012
Hortenumbau bleibt kompliziert, Kosten liegen im Limit

Das alte Kaufhaus steckt voller Überraschungen.

Mit einem Baustellenrundgang für die Mitglieder des Umwelt-, Bau- und Vergabeauschusses sowie einer ausführlichen Information in der öffentlichen Ausschuss-Sitzung zum Baustand und der Kostenentwicklung informierten Kreisbaumeister Henry Seifert, Oberbauleiter Christian Hunger und Andreas Ernst vom beauftragten Projektsteuerungsbüro die Kreisräte und die Öffentlichkeit.

Die Details kompakt zusammengefasst, lautet der aktuelle Stand: zeitliche Verzögerungen durch notwendige Umplanungen für Dinge, die vorher nicht erkennbar und erfasst werden konnten und der Bau liegt weiterhin im Rahmen des Kreistagsbeschlusses, weil günstige Vergabeergebnisse bisher erhöhte Kosten kompensieren konnten.

Christian Hunger erklärte beim Rundgang zahlreiche Details und Abläufe die ineinander greifen. Planer und Architekten haben sich an vorhandenen Bestandsplanungen orientiert, Unterlagen geprüft und wichtige Grundlagen auch beprobt. Bei einer Altbausanierung ist das aber keine vollständige Garantie. Bei Abbruch und Gründungsarbeiten kam Einiges ans Tageslicht und "hat uns kalt erwischt", wie es Andreas Ernst im Ausschuss formulierte. Er führte u.a. Mängel in der Stahlkonstruktion und an statischen Verbindungen an, beim Baugrund und der Kelleraußenwand zur Forststraße, die zu verstärken war sowie notwendige Stützenfußsanierungen für die Stützenfundamente und, und, und. Hauptsorgenkind war die Oelsanierung im Bereich Forststraße/Ecke Rädelstraße, die viel Zeit gekostet aber man jetzt im Griff hätte. Eine riesige Baugrube, die jetzt noch verfüllt und abschließend mit einer Bodenplatte versiegelt werden muss, zeugt davon. Bis zum Sommer soll dort der Rohbau stehen.

Alles in allem bleibt der Baufortgang eine Sysyphusarbeit und die wöchentlichen Bauberatungen eine Herausforderung. Die Hälfte des Budgets ist beauftragt und die Gewinner sind die Unternehmen der einheimischen Bauwirtschaft, die sich bei den meisten Ausschreibungen durchsetzen konnten.

Im UBV-Ausschuss am 13. Dezember folgten noch weitere vier Leistungsvergaben. Das Los Wärmedämmverbundsystem/Putzfassade ging mit 243.984,96 Euro an die Firma Roberto Bergner Bauunternehmen GmbH aus Greiz. Für die Sanierung der Natursteinfassade wurde mit 168.402,47 Euro die Firma Steinmetz Kahnt, ebenfalls aus Greiz, beauftragt. Estricharbeiten im Kostenumfang von 161.719,49 Euro wird die Firma Unger Bau-Systeme GmbH, Chemnitz, übernehmen und beim Los Malerarbeiten setzte sich Malermeister Clauß aus Greiz mit einem Angebot von 336.786,12 Euro durch. Die Vergabe der Leistung "Starkstrom" hatte der Kreisausschuss am 19. November mit 1,44 Mio. Euro an die Bietergemeinschaft Elektrotechnik Plauen/EL-RU-FE Elektro Seidel Treuen vergeben.