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8. Mai 2012
Für den Umbau sind 46% der Gesamtleistung vergeben - Informationen zum aktuellen Bauten- und Kostenstand

Projektsteuerer und Architekten überzeugten die Kreisräte mit ihren Informationen zum aktuellen Bauten- und Kostenstand.

Eine ausführliche Information gaben zur letzten Kreistagssitzung in Bad Elster Projektsteuerer Andreas Ernst, Architekt Hanns-Peter Wulf, Oberbauleiter Christian Hunger zu den bisherigen Leistungen, den Terminplan sowie den Kostenstand. Anschließend vergaben die Kreisräte das zweitgrößte Leistungspaket mit der Metall/Glas-Fassade, Fenster und Türen mit großer Mehrheit, und die Abgeordneten entschieden sich in einem weiteren Beschluss für den Bau eines Parkhauses, was der Vogtlandkreis selbst realisiert.

Kosten- und Bautenstand
Nach dem Baubeginn im Dezember 2010 sind die Vorab-Maßnahmen und die Kampfmittelsondierung zu 100 Prozent abgeschlossen. Die Abbrucharbeiten liegen bei 70 Prozent, die Leistung für den Verbau bei 60 Prozent und die Schadstoffsanierung ist zu 25 Prozent realisiert.

Im Zuge der Abbrucharbeiten wurden größere Mengen an Schadstoffen im Parkettkleber gefunden, die aufwändig zu beseitigen und zu entsorgen sind. Die dadurch entstandenen Mehrkosten können durch entsprechende Vergabegewinne ausgeglichen werden. Die entsprechende Bauverzögerung ist nicht einholbar und führt nach aktueller Kenntnis zu einer Verlängerung der ursprünglichen Bauzeit um ca. 5 bis 6 Monate. Dies wiederum wird den Fertigstellungstermin von geplant Mai 2014 auf Ende 2014 rücken lassen.

"Damit wird der Ablauf nochmals kräftig durcheinander gerüttelt und die gesamten Pläne sind zu überarbeiten", machte Hunger die daraus resultierenden Folgen deutlich. Gleichzeitig wird man nach Kompensationsmöglichkeiten suchen, um Ende Mai den neuen Terminplan vorlegen zu können. Die Schadstoffsanierung wird akribisch durchgeführt und das Material fachgerecht entsorgt, wurde zugleich versichert.

Im weiteren Projektverlauf ist geplant, Rohbau, Dach, Fassade, begonnen am 26.10. 2011 bis zum III. Quartal 2013 abzuschließen. In den Bau- und Ausstattungskosten waren bis zum Beginn des Kreistages 39 Prozent und damit 13.689.831 Euro vergeben.

Weitere Vergabeentscheidung an ein vogtländisches Unternehmen
Nach der Vergabe des größten Loses im Wertumfang von 7,2 Millionen Euro für Abbruch und Rohbau an die Lengenfelder Firma S & P erfolgte durch den zuständigen Fachausschuss für Umwelt, Bau und Vergabe ein weiterer Zuschlag, den die Elsterberger Bautischlerei Hoffmann erhielt. Mit dem Großauftrag statten sie das neue Landratsamt für rund 135.000 Euro mit neuen Türen und Holzfenstern aus. Damit haben sich die Elsterberger gegen 14 Firmen wettbewerblich durchgesetzt.

Wieder in vogtländische Hände fällt das zweitgrößte Leistungspaket der Gesamtbaumaßnahme. Mit einer Gegenstimme und vier Enthaltungen folgten die Kreisräte dem Vorschlag von Planungsbüro und Projektsteuerer, das Los für die Metallglas-Fassade, Fenster, Türen und Tore im Wertumfang von 2,381Millionen Euro an die Leichtmetallbau GmbH Freundel in Reichenbach zu vergeben. Auskömmlichkeit, Leistungsfähigkeit, Termintreue wurden u. a. unter die Lupe genommen und positiv bewertet. Für das Los gab es 33 Interessenten und 12 Bieter, die ihre Angebote einreichten.

Durch die ursprüngliche Kostenberechnung mit 3,9 Millionen Euro ergibt sich ein Vergabegewinn von 1,5 Millionen Euro. "In dieser Branche verfügt das Vogtland über fachlich versierte Firmen", versucht Hunger einen Grund des Ausschreibungserfolges zu nennen. Auch die Zeit zwischen Kostenberechnung und Ausschreibung sowie die Vergabeleistung nach dem Winter könnten dafür förderlich gewesen sein. Damit liegen die bislang vergebenen Bauleistungen ausschließlich in vogtländischer Hand, was wirtschaftsfördernd für die regionale Bauindustrie wirkt.

Vogtlandkreis realisiert notwendigen Parkhausbau selbst
Die vom Kreistag beauftragte Suche nach einem möglichst privaten Investor, der das Parkhaus baut und betreibt, war ohne Ergebnis. Alle angefragten acht potenziellen Investoren der Branche hatten die Errichtung eines Parkhauses mit 205 Stellplätzen in der Innenstadt abgesagt.

Zwischenzeitlich fiel aber auch die Entscheidung, dass kein zusätzlicher Flächenbedarf für die vorgeschriebene Parkplatzkapazität erforderlich ist, weil nun mit drei Stockwerken gebaut werden kann. Somit können alle Stellplätze nach dem Stellplatznachweis auf die vorhandenen Flächen untergebracht werden, ohne dass Mehrkosten entstehen.

Zur Finanzierung wurden im Kreistag keine Angaben gemacht.

Der Landkreis selbst hat berechnet, dafür 2,5 Millionen Euro aufbringen zu müssen. In seinem Beschluss beauftragten die Kreisräte die Verwaltung, den Parkhausbau für einen Generalunternehmer auszuschreiben. Das Parkhaus soll 2014 auf dem ehemaligen Sachsendruck-Areal entstehen.