Inhalt

Vereinbaren Sie einen Beratungstermin bei der Adoptionsvermittlungsstelle. Dort werden alle Beteiligten umfassend über die rechtlichen und psychosozialen Folgen einer Adoption beraten. Jeder beratenen Person wird eine Bescheinigung über die Beratung ausgestellt. Eine Beurkundung des Antrags auf Adoption und der Einwilligungen darf erst nach der verpflichtenden Beratung vorgenommen werden.

  • Willigt der abgebende leibliche Elternteil in die Adoption ein, so muss seine Einwilligung notariell beurkundet werden.
  • Der Stiefelternteil stellt einen notariell beurkundeten Adoptionsantrag.
  • Der leibliche Elternteil willigt in Form einer notariell beurkundeten Einwilligungserklärung als Elternteil und als Ehegatte in die Adoption durch seinen Ehegatten ein.
  • Das Familiengericht prüft alle Unterlagen und beteiligt die Adoptionsvermittlungsstelle, die dem Gericht eine fachliche Äußerung zuleitet. Zu diesem Zweck führt die Adoptionsvermittlungsstelle verschiedene (Einzel-) Gespräche mit allen Beteiligten durch und prüft die Adoptionsvoraussetzungen und die Adoptionseignung. Auch das zu adoptierende Kind wird befragt.
  • Das Gericht entscheidet durch Beschluss über Ihren Adoptionsantrag.

Fand eine Stiefkindadoption statt, so besitzen Sie als Adoptivvater / -mutter alle Rechte und Pflichten gegenüber dem adoptierten Kind. Das bedeutet auch, dass Sie im Fall einer Trennung Unterhalt zahlen müssen, ein Umgangsrecht sowie eine Umgangspflicht gegenüber dem Kind besitzen und das Kind das gleiche Erbrecht hat wie ein leibliches Kind.