Inhalt
  • Das Familiengericht kann auf Antrag die fehlende Einwilligung des leiblichen Elternteils ersetzen, wenn dieser seine Pflichten gegenüber dem Kind anhaltend gröblich verletzt hat oder durch sein Verhalten gezeigt hat, dass ihm das Kind gleichgültig ist und wenn das Unterbleiben der Adoption für das Kind einen "unverhältnismäßigen Nachteil" bedeuten würde.
  • Wegen Gleichgültigkeit, die nicht zugleich eine anhaltende gröbliche Pflichtverletzung ist, darf die Einwilligung nicht ersetzt werden, bevor der Elternteil vom Jugendamt über die Möglichkeit der Ersetzung der Einwilligung belehrt und beraten worden ist und seit der Belehrung wenigstens drei Monate verstrichen sind.