Inhalt

Schulaufnahmeuntersuchungen regulär beendet - alle Eltern informiert - eine erste Auswertung liegt vor

Trotz geringer Verzögerungen aufgrund der Coronapandemie konnten die Schulaufnahmeuntersuchungen im Schuljahr 2020/21 für die Schulanfängerinnen und Schulanfänger 2021 regulär beendet werden. Somit wurden bis Ende Juni 2021 insgesamt 1.974 Kinder durch den Kinder- und Jugendärztlichen Dienst des Vogtlandkreises untersucht.

Wie jedes Jahr gibt es einzelne Nachmeldungen, die vorwiegend auf Zuzüge aus anderen Kreisen oder Kinder von Migranten zurückgehen.

Somit haben seit Beginn der Schuleingangsuntersuchungen im September 2020 alle Eltern sowohl mündlich als auch schriftlich eine Information über den Gesundheits- bzw. Entwicklungsstand ihres Kindes im Hinblick auf die Einschulung erhalten.

Zur Erklärung:

Die Durchführung der Untersuchung durch den Kinder-und Jugendärztlichen Dienst (KJÄD) und deren Inhalt sind im Schulgesetz und der Schulgesundheitspflegeverordnung Sachsen geregelt.

Bei der Untersuchung wird der Entwicklungstand der Kinder sowie eventueller Förderbedarf zu schulrelevanten Befunden festgestellt, die Eltern beraten, ggf. Überweisungen zu Fachärzten ausgestellt und eine Empfehlung zur Schulaufnahme gegeben.

Zum Untersuchungsende wird den Sorgeberechtigten das Formular „Ergebnis der Schulaufnahmeuntersuchung“ ausgehändigt, in dem stichpunktartig die wichtigsten Informationen aufgeführt sind.

Die Schule erhält im Fall von schulrelevanten Auffälligkeiten ebenfalls eine Information zum Kind in Schriftform. Die letztendliche Entscheidung über die Schulaufnahme trifft dann nach Schulgesetz der Schulleiter in Absprache mit den Sorgeberechtigten.

Zur Auswertung der Ergebnisse im Schuljahr 2020/2021:

Nach Abschluss der Untersuchungen erfolgte wie jedes Jahr zum 31.8.2021 die Meldung der erhobenen Befunde an das Statistische Landesamt Sachsen und das Sozialministerium Sachsen in anonymisierter Form.

Dort werden sie auf Landesebene statistisch ausgewertet, die Ergebnisse erhalten wir gegen Jahresende.

Parallel dazu werten wir unsere Daten auf Kreisebene selbst aus, für die eigene Beurteilung sowie Bürger- oder Presseanfragen.

Hier einige wichtige Zahlen zur vorläufigen Auswertung der Schuleingangsuntersuchungen im Schuljahr 2020/21:

  • Insgesamt wurden durch den KJÄD 1974 Kinder untersucht.
  • Darunter waren 118 Kinder, die im letzten Schuljahr vom Schulbesuch zurückgestellt werden mussten.
  • Aufgrund von Entwicklungsrückständen wurde bei ca. 5% der Kinder Bedenken zur Einschulung geäußert und eine Empfehlung zur Rückstellung gegeben.
  • Bei ca. 8 % lagen Entwicklungsstörungen in verschiedenen Bereichen vor, sodass eine Empfehlung zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs an die Eltern und die Schule gegeben wurde, z.B. in den Bereichen Lernen, Sprache oder sozial-emotional.
  • Die häufigsten Auffälligkeiten fanden sich z.B. in der Sprachentwicklung, in der Feinmotorik und im Zahlen- und Mengenvorwissen sowie im Sehtest.

Anmerkungen:

Eine vollständige statistische Aufarbeitung und Wertung unserer erhobenen Befunde benötigt noch Zeit.

Ein sachsenweiter Vergleich ist erst nach Vorliegen der Auswertung durch das Statistische Landesamt möglich.