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Vogtländer entwickeln Schnelltestsystem

Auf der einen Seite schnellen noch immer die Corona-Infektionszahlen nach oben und auf der andern Seite wächst das Verlangen in uns allen nach Lockerungen aus dem Shutdowns.

Die Lösung könnten rasch, zweimal die Woche durchführbare kostenlose Schnelltestungen bringen, mit deren Attest dann die Bürger Geschäfte, Friseure und andere Einrichtungen wie Pflegeheime und Behörden betreten können - Quasi mit dem Beleg schriftlich auf der Hand oder noch besser digital per App auf dem Smartphone.

Geht nicht, geht doch. Das innovative Oelsnitzer Unternehmen für Datenlösungen Simba n3 hat gemeinsam mit dem Rettungszweckverband Südwestsachen, dem Gesundheitsamt und dem Sachgebiet Datenverarbeitung des Landratsamtes ein Schnelltestsystem entwickelt, das gleich mehrere Vorteile bietet. So können positive Testergebnisse täglich digital auf Basis der Daten der Gesundheits-Chipkarte an das Gesundheitsamt zur Kontaktaufnahme übermittelt werden. Anderseits kann der Getestete das Negativergebnis zum Ausweisen in Geschäften, bei Gastrobesuchen, Behörden, Frisör usw. nutzen, praktisch im gesamten privaten Bereich.
Das Schnelltestsystem aus dem Vogtland könnte deutschlandweit von allen Landkreisen und Kreisfreien Städten genutzt werden - die Vorteile liegen dabei klar auf der Hand.

Anfragen gibt es bereits aus mehreren Landkreisen. Heute treffen sich Verantwortlichen der EDV-Abteilungen des Sächsischen Städte- und Gemeindetages in Plauen, um sich zum Schnelltestsystem zu informieren. Mit dem Schnelltestsystem ist der Vogtlandkreis in der Lage, aktuell pro Tag 2,5 Prozent der Bevölkerung zu testen oder pro Woche 10 Prozent der gesamt Bevölkerung. Mit der EDV-Lösung hat der Vogtlandkreis innerhalb von vier Tagen einen Spitzenwert im Testen erreicht. Die bis gestern verzeichneten 119 positiv Getesteten von insgesamt 16.337 sind 119 unterbrochene Ansteckungsketten - darauf sollten wir alle gemeinsam Stolz sein.