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Sächsische Milchkönigin kommt aus dem Vogtland

Die frisch gekürte, sächsische Milchkönigin kommt aus dem Vogtland. Sandra Hartenstein arbeitet im elterlichen Betrieb, dem Landwirtschaftsbetrieb Limousinzucht in Pöhl. Im Rahmen der diesjährigen Tour der Land Union Sachsen gratulierte Landrat Rolf Keil der frisch gebackenenen Bachelorabsolventin und ließ sich die Fakten des erfolgreichen Unternehmens präsentieren. Der zertifizierte Biobetrieb lebt von der Züchtung, Schlachtung und Direktvermarktung von Limousinrindern. Insbesondere immer mehr jüngere Kunden würden regional kaufen und Qualität sowie Herkunft der Produkte zu schätzen wissen, so die Jungunternehmerin.

Während des Besuchs ging es zudem um die Herausforderungen, die Landwirtschaftsbetriebe nach wie vor zu stemmen haben. Da hierbei auch die neue Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP) eine wesentliche Rolle spielt, wurde dem Europaabgeordneten Dr. Peter Jahr Erfahrungswerte und Informationen mitgegeben.



Um die aktuellen Getreidepreise am Markt und die Auswirkungen des Ukraine-Krieges ging es auf einem zweiten Termin bei der BayWa Agrarhandel GmbH in Neumark. Der Standort ist einer von insgesamt 24 in den neuen Bundesländern und bilanzierte für 2021 einen Absatz von 2,3 Mio. Tonnen Getreide.

Geschäftsführer Andreas Nitsche und Regionalleiter Christoph Lange berichteten von den Auswirkungen der Krise insbesondere auf Lebensmittelpreise, aber ebenso auf gestiegene Kosten bei Pflanzenschutz- und Düngemitteln. Zugleich würden Nahrungsmittel wieder mehr wertgeschätzt und eher über die einzelnen Produkte sowie deren Verbrauch nachgedacht.

Die deutsch-französische Partnerschaft stand beim dritten Stopp der Tour in Irfersgrün auf der Tagesordnung. Beim Besuch am Gedenkstein für französische Kriegsgefangene kam Landrat Rolf Keil mit Landwirt Gundram Lenk, dem maßgeblichen Beförderer dieser Partnerschaft ins Gespräch. Die Gedenktafel wurde vor zehn Jahren im August 2012 unter Beteiligung französischer Gäste und der Irfersgrüner Bevölkerung unter großer Teilnahme in einem fast dreistündigen Festakt eingeweiht. Seither hätten sich daraus viele private Kontakte entwickelt die heute noch gepflegt werden, berichtet Gundram Lenk. Für die Irfersgrüner trägt die Gedenktafel, die an die dort im zweiten Weltkrieg untergebrachten französischen Kriegsgefangenen erinnert, europäischen Charakter und demonstriert wie aus Gegnern von einst Partner und Freunde wurden.


Einen ebenso herzlichen Empfang bereiteten die Irfersgrüner Landfrauen den Gästen der Landunion Sachsen. Landrat Rolf Keil, der Europaabgeordnete Dr. Peter Jahr und die weiteren Teilnehmer der Tour nutzten die Gelegenheit, um den Irfersgrüner Landfrauen zum 30-jährigen Bestehen ihres Vereins zu gratulieren. Mit ihrem Ortsverein der heute 30 Mitglieder zählt, tragen sie zur Erhaltung und Pflege der ländlichen Traditionen, des vogtländischen Brauchtums und des kulturellen Lebens im Dorf bei, dafür mein Dankeschön an Sie. Seit beinahe 20 Jahren richtet der Verein den Vogtländischen Erntekronen- und Kranzwettbewerb aus und war bereits mehrfach Gastgeber des Sächsischen Erntekronen- und Kranzwettbewerbs.