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19 Familien haben Pflegeelternschule erfolgreich abgeschlossen

Seit Jahresbeginn konnten im Vogtlandkreis insgesamt 19 Familien und Ehepaare ihre Schulungen zu Pflegeeltern abschließen. Sie erfüllen damit nun die erforderlichen Voraussetzungen zur Durchführung dieser verantwortungsvollen Aufgabe. Unterteilt wird hierbei in sogenannte Verwandtenpflege (8 Teilnehmer), Fremdpflege/Pflegefamilien (8 Teilnehmer) und Paarschulungen (3 Teilnehmer).

Mit ihrer Fürsorge und ihrem Engagement gelten Pflegeeltern als eine der wichtigen Säulen des Kindeswohls. Im Vogtlandkreis geben derzeit 182 Pflegefamilien (Stand: April 2022) Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, behütet aufzuwachsen. Insgesamt sind über den Pflegekinderdienst des Jugendamtes aktuell 254 Kinder und Jugendliche (Stand: April 2022) untergebracht.

Pflegeelternschule als wichtige Vorbereitung

Bewerbungen als Pflegeeltern bedürfen generell einer standardisierten Prüfung durch die territorial zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pflegekinderdienstes. Der Besuch einer Pflegeelternschule ist eine der Voraussetzung zur letztendlichen Bestätigung durch ein Fachteam. Im Rahmen dieser Schulung werden Bewerber fachlich gut auf ihr zukünftiges Zusammenleben mit Pflegekindern vorbereitet. Diese Schulungen finden wechselseitig und in Kooperation mit den vom Jugendamt Vogtlandkreis in Anspruch genommenen Erziehungsberatungsstellen (EBST) im Vogtlandkreis statt. Diese Erziehungsberatungsstellen arbeiten unter der Trägerschaft des Diakonischen Beratungszentrum Vogtland gGmbH (EBST Plauen und Auerbach) und der Arbeiterwohlfahrt Vogtland e.V. (EBST Reichenbach und Adorf).

Das Jugendamt Vogtlandkreis bietet in Zusammenarbeit mit den Erziehungsberatungsstellen jährlich Schulungen in den Bereichen Verwandtenpflege und Fremdpflege an. Die Häufigkeit der Kurse richtet sich nach der Anzahl der Bewerber. Das Jugendamt Vogtlandkreis bietet in Zusammenarbeit mit den Erziehungsberatungsstellen jährlich Schulungen in den Bereichen Verwandtenpflege und Fremdpflege an. Die Häufigkeit der Kurse richtet sich nach der Anzahl der Bewerber. Dabei wird das Pflegekind als Kind mit zwei Familien beleuchtet. Hierbei wird zum einen die Situation des Pflegekindes betrachtet, zum anderen die der Pflegefamilien (u.a. auch zu Themen wie „Wie kommt das Pflegekind bei uns an?“; Kooperation mit der Herkunftsfamilie und auch die Frage, aus welchen Gründen geben Eltern ihre Kinder ab). Zur Situation des Pflegekindes gehört auch theoretischer Input zu Grundlagen der Bindungstheorie, der Traumatisierung, der Identität, der (Gegen-)Übertragung, von „Erste-Hilfe-Maßnahmen“ im Rahmen von Trauma-Pädagogik aber auch zu Resilienz und Ressourcenfindung und –stärkung bei Pflegekind und Pflegefamilie. Weiterhin findet ein Austausch mit erfahrenen Pflegeeltern statt sowie die Vorstellung von Angeboten für Pflegeeltern und Pflegekinder.

Stichwort Pflegefamilie

Der Vogtlandkreis sucht ständig nach Personen, die sich der Aufgabe zur Pflege eines Kindes gewachsen fühlen und bereit sind, fremde Kinder für eine bestimmte Zeit oder auch auf Dauer in ihre Familie zu integrieren.

Als Pflegefamilie sind viele mögliche Konstellationen denkbar. Ein neues Zuhause können Kinder zum Beispiel finden:

  • bei verheirateten und unverheirateten Paaren,
  • bei Paaren mit und ohne leibliche Kinder,
  • bei alleinstehenden und alleinerziehenden Müttern und Vätern und
  • in Patch-Work-Familien.

Bei Interesse werden potentielle Pflegeeltern vorab in persönlichen Gesprächen und Hausbesuchen über die Aufgaben einer Pflegefamilie informiert. Wenn diese sich die anspruchsvolle Aufgabe mit Herz und Verstand für sich und Ihre gesamte Familie vorstellen können, werden gemeinsam die dafür notwendigen Anforderungen besprochen.

Weitere Informationen gibt es hier oder unter Telefon: 03741 / 300 3371.