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Zeitenwende. Grenzturm unter »Beobachtung«

Einst sollte er ein Bollwerk gegen innere und äußere Grenzverletzer sein. Heute benötigt er selbst umfassenden Schutz – der Grenzturm Heinersgrün an der ehemaligen innerdeutschen Grenze nahe Weischlitz.

In die Jahre gekommen und durch Vandalismus teils stark in Mitleidenschaft gezogen, gilt der Grenzturm nahe der A72 heute wieder als ein fein restauriertes Wahrzeichen innerdeutscher Trennungsgeschichte.

„Das unter Denkmalschutz stehende dreistöckige Gebäude sieht, inklusive Außenbereich, seiner Fertigstellung entgegen. Lediglich die Estricharbeiten im Bodenbereich der Etagen und kleine Ergänzungsarbeiten stehen noch aus“, so Tilo Gruschwitz (Foto rechts), Sachgebietsleiter Hochbau im Landratsamt des Vogtlandkreises. Viel komplizierter erwiesen sich vorher die Sanierungsarbeiten am Dach und den Stabilisierungen der Decken.


Als Eigentümer hat der Vogtlandkreis keine Kosten und Mühen gescheut, um eine originaltreue Instandsetzung des Grenzturmes zu gewährleisten. Um jedoch den Turm besteigen zu können, sollten die Freunde der DDR-(Militär-) Historie den Kontakt mit dem Betreiber – dem Deutsch-Deutschen Museum Mödlareuth – suchen und einen Besichtigungstermin (ab Frühjahr 2023) vereinbaren. All jenen, die den Grenzturm lediglich als Wanderetappe planen, wird im Außenbereich eine Rastplatz-Sitzgruppe angeboten. Der Grenzturm selbst ist aus Sicherheitsgründen umzäunt.