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Suchtsymposium – und es hat Klick gemacht…

Mit dem Titel „Und es hat Klick gemacht - Anforderungen an das Hilfesystem“, machte das diesjährige Suchtsymposium, das vom Amt für Gesundheit und Prävention des Landratsamtes und den Trägern der ambulanten Suchtkrankenhilfe des Vogtlandkreises organisiert wurde, auf die Folgen von übermäßigen Medienkonsum bei Kindern und Jugendlichen aufmerksam. Denn vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung in unserer Gesellschaft steigt der Aufklärungsbedarf  zu den Themen Medienkompetenz, Mediennutzung und Medienabhängigkeit. So auch der Schirmherr der Veranstaltung Landrat Thomas Hennig in seinem digitalen Grußwort: Erwachsene und Multiplikatoren sollten so unterstützt werden, dass sie sich mit den neuen Medien besser auskennen, um mit Kindern und Jugendlichen auf Augenhöhe arbeiten zu können.

Wie aktuell das Thema ist, zeigt auch das große Interesse an der Fortbildungsveranstaltung. Bereits im September waren alle 120 Plätze ausgebucht. Zielgruppe für diese Veranstaltung waren Tätige im Kinder- und Jugendbereich, wie Lehrer, Erzieher, Schulsozialarbeiter, Mitarbeiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Sächsischen Fachkrankenhauses in Rodewisch, Mitarbeiter des Jugendamtes Vogtlandkreis, Sozialpädagogische Familienhilfen und ähnlicher Bereiche.

Im laufe des Tages gab es mehrere Vorträge zu den Themen der medialen Lebenswelten junger Menschen wie zum Beispiel mit dem Titel „Zwischen Identitätsfindung und Reizüberflutung“. Es folgte eine Einführung in die lebensweltbezogene Arbeit mit jugendlichen Spielerinnen und Spielern. Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt des Symposiums lag im Vortrag von Frau Dr. Brandhorst, die als Leiterin der Forschungsgruppe Internetbezogene Störungen und Computerspielsucht der Uniklinik Tübingen über die recht aktuelle Diagnose „Internetbezogene Störungen und Computerspielsucht“ referierte.

Begleitet wurden die Vorträge von der Präsentation der Beratungsdienste im Vogtlandkreis, die während der Pausen von den Teilnehmern rege genutzt wurden. Darunter waren der Sozialpsychiatrische Dienst des Vogtlandkreises, die ambulanten Suchtberatungs- und –behandlungsstellen in Plauen, Auerbach, Oelsnitz und Reichenbach unter Trägerschaft des Diakonischen Beratungszentrums Vogtlandkreis und dem Deutschen Roten Kreuz KV Vogtland/ Reichenbach e.V.

Die Anwesenden freuten sich außerdem über einen anschließenden Fachaustausch und bewerteten die Veranstaltung übereinstimmend als gelungen. Professionell Tätige aus dem Kinder- und Jugendbereich konnten sich mit den regionalen Ansprechpartnern für Suchtfragen vernetzen.